Archiv für Dezember 2010

Mastanlage Sprötze geht in Betrieb – Kundgebung

Am Montag den 27. Dezember 2010 findet in der neugebauten Hühnermastanlage in Sprötze ein Tag der offenen Tür statt. Hier sollen von nun an 36.800 Tiere in einem Zeitraum von 35-40 Tagen gemästet werden, um anschließend im Schlachtbetrieb der Unternehmensgruppe Rothkötter im Emsland, bzw. nach dessen Eröffnung im sich derzeit im Bau befindlichen Schlachtbetrieb in Wietze bei Celle geschlachtet und zu
Fleischprodukten weiterverarbeitet zu werden.

Unter dem Motto „Keine Hühnermast – weder in Sprötze noch anderswo!“
wird an besagtem Montag von 10 bis 16 Uhr eine Kundgebung vor der
Mastanlage
stattfinden. Geplant ist, einen Infostand sowie einen
Pavillon als Wetterschutz aufzubauen und des Weiteren durch Transpis und
Schilder Präsenz zu zeigen. Jeweils für 11:30 Uhr und 14:30 Uhr ist ein
Demozug durch Sprötze mit einer Kundgebung vor dem Sprötzer Edeka
angedacht. Um dem Wetter standhalten zu können, ist jede_r gebeten
Thermoskannen mit heißen Getränken und Decken mitzubringen.
Die Demo ist als spontane Versammlung angemeldet. Da das zuständige
Ordnungsamt jedoch übers Wochenende geschlossen ist, werden wir von
eventuellen Auflagen erst kurzfristig erfahren. Die Kundgebung findet
aber auf jeden Fall statt.
Kommt zahlreich, um den Eickhoffs, Besuchern der Anlage, sowie evtl.
anwesender Presse zu zeigen, dass es noch immer Widerstand gegen die
Hühnermast gibt!

Die Mastanlage in Sprötze brannte Ende Juli diesen Jahres kurz vor ihrer
Fertigstellung nieder und wurde nun mit finanzieller Unterstützung durch
Geflügel- und Bauernverband sowie den erwähnten Emsländer
Hühnerschlachtbetrieb neu aufgebaut.
Aktuell wir mindestens fünf Aktivist_innen, die sich in Wietze und/oder Alvesse bei den Besetzungen eingebracht haben, vorsätzliche Brandstiftung vorgeworfen. U.a. gab es eine Hausdurchsuchung
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Agrarministerin Grotelüschen entlassen

Nach monatelangen Debatten um Astrid Grotelüschen (CDU), Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft,Verbraucherschutz und Landentwicklung in Niedersachsen, trat diese am Freitag den 17. Dezember von ihrem Amt zurück. In ihrer nur 8-monatigen Amtszeit machte sie durch Themen wie Tierquälerei und Billiglohn-Arbeit, kurz durch verschiedene Formen der Ausbeutung auf sich aufmerksam.

Garlich Grotelüschen, Ehemann der Ex-Ministerin, und Astrid Grotelüschen sind Eigentümer der Putenbrüterei Ahlhorn. Die Brüterei ist neben zahlreichen Puten-Mastanlagen und Schlachtfabriken an der Putenerzeugergemeinschaft Ahlhorn und der Putenerzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern beteiligt.

Bereits seit Sommer diesen Jahres veröffentlicht die Tierschutzorganisation PETA Videos von toten, verletzten und kranken Mastputen. Gefilmt wurde immer in Mastbetrieben der beiden Putenerzeugergemeinschaften, die ausschließlich mit Küken der Grotelüschen-Brüterei beliefert und von Wiesenhof in ihren Einzelteilen verkauft werden.
(http://www.peta.de/grotelueschen)

Seit kurzem wird der Name Grotelüschen jedoch nicht mehr nur mit Tierausbeutung und -quälerei verbunden, sondern auch mit Billiglohnarbeit. Es laufen Ermittlungen wegen Beschäftigung „illegaler Bulgar_innen“ gegen die Schlachtfabrik Geestland Putenspezialitäten GmbH & Co. KG, an dem die Grotelüschen-Brüterei mit 14% beteiligt ist. Sie sollen dort für einen Stundenlohn von 3,50 – 5 € bis zu 16 Stunden täglich arbeiten, bzw. jetzt wahrscheinlich gearbeitet haben. Bereits vor ihrer Zeit als Landwirtschaftsministerin arbeitete Astrid Grotelüschen als Prokuristin und Zuständige für Personalfragen in einer Schlachtfabrik in Neubrandenburg. Auch dort wurde den Arbeiter_innen wohl nicht mehr als 5€ gezahlt. Dies scheint der Ex-Ministerin jedoch kein Dorn im Auge gewesen zu sein, denn für sie ist „ein Stundenlohn von 5€ akzeptabel“, wie sie in einem NDR-Interview bestätigt.
(http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/putenmast119.html)

Alle Zeitungsartikel dazu und zu Wietze unter
www.bi-wietze.de/index.php?page=Medien

Infoveranstaltung in Salzwedel

Am 8.12.2010 findet im AZ Kim Hubert in Salzwedel eine Infoveranstaltung
über den geplanten Schlachthof in Wietze (Landkreis Celle) statt. Dazu gibt es vegan Vokü.

Beginn ist um 18 Uhr.

AZ Kim Hubert
Altperverstr. 34
Salzwedel