Archiv für Juni 2011

NABU-Klage gegen den Schlachthof

23. Juni 2011 – Gegen den Geflügelgroßschlachthof in Wietze (Landkreis Celle) hat der NABU Niedersachsen seine Klage beim Verwaltungsgericht Lüneburg begründet. Der Genehmigungsbescheid des Gewerbeaufsichtsamtes Lüneburg vom 15. Juli 2010 ist nach Auffassung des NABU rechtswidrig und verstößt gegen die Schutz- und Vorsorgegrundsätze des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Der BUND Niedersachsen unterstützt die Klage inhaltlich.

Und hier gehts zum vollständigen Artikel…
http://niedersachsen.nabu.de/themen/tierhaltung/13916.html

Die nächste Besetzung!

Und wiedermal haben sich drei mutige Baumstämme als Tripod zusammengeschlossen und sind auf ein Gelände marschiert um die Mastanlage eines geplanten Wietze-Zulieferers zu verhindern! Die Mobilisierungsrufe der Baumstämme (Pieptöne, ähnlich eines pfeifenden Teekessels, können nur von echten militanten Tierrechtler_innen wahrgenommen werden) lockten noch ein paar Menschen aus allen Himmelsrichtungen auf das Gelände. Somit ist nun folgendes festzustellen:

Mastanlagen-Baustelle in Teplingen (Wendland) besetzt
Anlage soll Zulieferbetrieb für Schlachthof in Wietze werden.

Das Gelände in Teplingen, auf dem eine Hühnermastanlage errichtet werden soll, wurde in der Nacht zum Sonntag von 20 Aktivist_innen besetzt. Ein Tripod, eine Hütte und diverse weitere Blockadevorrichtungen wurden aufgebaut, wir bereiten uns auf einen langwierigen Aufenthalt vor.

Wir brauchen eure Unterstützung!
Kommt vorbei, bringt eure Ideen, eure Wut und Kreativität mit und lebt mit uns im selbstorganisierten Besetzer_innen-Camp auf der Mastanlagen-Baustelle.

Die Mastanlage in Teplingen soll jährlich in 7,5 Mastdurchläufen 300.000 Individuen mästen, sodass auf einem Quadratmeter 22 Hühner leben müssen. 4% der Tiere erreichen durchschnittlich das “Schlachtgewicht” nicht, so würden pro Jahr 12.000 Hühner durch die grausammen Haltungsbedingungen schon in der Anlage sterben.

Die Mastanlage soll Zulieferbetrieb für die größte Hühnerschlachtfabrik Europas in Wietze bei Celle werden. Dort ist die Tötung 2, 5 Millionen Tieren wöchentlich geplant, hierfür benötigt der Betreiber Rothkötter ca. 420 Mastanlagen mit jeweils 40.000 Hühnern in der Umgebung. Im Sommer 2010 wurde das baugelände in Wietze während knapp 3 Monaten besetzt gehalten. Die Schlachtfabrik befindet sich zur Zeit in Bau und kann nur dann vollkommen in Betrieb genommen werden, wenn es genügend Zulieferbetriebe gibt. Momentan will Rothkötter den Betrieb im Emsland herunterfahren, um in Wietze schnell mit dem Schlachten beginnen zu können.

Denn dort konnten von den benötigten 420 bisher nur einige wenige Mastanlagen realisiert werden, wahrscheinlich aufgrund der massiven Proteste.
In Sprötze beispielsweise ist der Maststall vor seiner Inbetriebnahme im Juli 2010 abgebrannt.

Der Mega-Schlachthof ist verhinderbar!

Unsere Motivation liegt im Kampf gegen legalisierte Tierquälerei, gegen die solziale, ökologische und ethische Katastrophe der Massentierhaltung.
Für die Betreiber_innen jedoch geht es um maximale Ausbeutung für maximalen Profit.

Wir sagen: Keine Schlachtfabriken, nirgends!

Anfahrt:

Von der Bundesstraße B248 zwischen lüchow und Salzwedel zweigt die L262 nach Westen in Richtung Wustrow ab. Kurz vor der Ortseinfahrt Teplingen liegt das besetzte Feld in nördliche Richtung.

Was ihr mitbringen könnt:

Nahrungsmittel (vegan/freegan)
Aktionsmaterialien (u.a. Transpistoff, Farben, …)

Um die Besetzung zu halten, brauchen wir Unterstützung
Aktionsunterkonto:
Name: „Spenden&Aktionen“
Stichwort: Teplingen
Kontonr.92881806
BLZ: 513 900 00 (Volksbank Mittelhessen)

Kontakt:
Handy: 015255139072
Email: stop-teplingen@riseup.net
Internet: stopteplingen.blogsport.de

Update: Nach mehreren brutalen Angriffen des Investors und seiner Schläger-Freunde sowie der einschreitenden Polizei, sind seit gestern abend keine Besetzer_innen mehr auf dem Feld. Mehr Infos dazu auf dem Blog (stopteplingen.blogsport.de) und auf Indy (http://linksunten.indymedia.org/es/node/42252)

Aktionstage-/training: Rückzahlung von ausgelegten Finanzen

Wegen der Rückzahlung des Geldes, das manche von euch im Zusammenhang mit den Aktionstagen ausgelegt haben: Da die bereits abgehakten Rechnungen leider auch nicht mehr alle genau irgendwelchen Menschen zuzuordnen sind, wäre es das Beste, wenn einfach JEDE*R , die/der in irgendeiner Weise noch Geld zurückhaben möchte, in den nächsten Tagen kurz eine E-Mail an blueht-auf@riseup.net schreibt, mit Namen, Betrag, Kontodaten und wofürs ausgegeben wurde. Da vieles, vor allem Kleinigkeiten nun definitiv doch nicht von anderer Seite übernommen werden und daher alles aus der Soli-Kasse kommen muss, wäre es außerdem gut, wenn Menschen sich vielleicht überlegen, ob sie nicht dieses oder jenes Teil aus eigener Tasche zahlen können.
Trotzdem bekommt natürlich grundsätzlich jede_r das Geld, dass sie vorgestreckt hat und auch zurückhaben möchte so bald wie möglich wieder. Niemensch wird jetzt hängengelassen oder so!
Wenn ihr Fragen oder sonst was diesbezüglich habt, hilft natürlich auch immer eine E-Mail!

Übrigens: Alles wird gut! :)

P.S: Ein Bericht über die Aktionstage selbst ist jetzt in Arbeit und kommt dann auch demnächst….

Eigenartiges am Wietzer Rathaus

Der Pfingstmontag im beschaulichen kleinen Wietze begann für die zum Gottesdienst eilende Bevölkerung heute mit einem seltsamen Anblick: An ihrem geliebten Rathaus (Arbeitsplatz von u.a. Bürgermeister und Schlachthof-Fan Wolfgang Klußmann) waren ein Fensterglas und die Scheibe der Eingangstür eingeworfen. Daneben prangerte in gut lesbarem Rot der Satz „Blut an euren Händen“. Hatte Klußmann versucht in seinem Eifer für unser aller Wohl selbst am heiligen feiertäglichen Pfingsten ins Rathaus zu gelangen, um dort an neuen Pläne für noch mehr Heil bringende Schlachtfabriken zu arbeiten? Hatte er sich dabei vielleicht infolge unkontrolliert splitternder Scheiben selbst an der Hand verletzt? Und hatte ihn dies in seiner grenzenlosen Idenfikation mit dem Souverän schließlich dazu veranlasst, das Blut an seinen Händen als das Blut, das demnach an den Händen aller Bürger sei, anzusehen bzw. dies durch die Verschriftlichung seines Zustandes noch zu verdeutlichen? Aus ehrfürchtiger Hochachtung vor diesem heldenhaften Einsatz eines großen Mannes für sein Volk möchten wir an dieser Stelle die Relikte der bedeutungsvollen Nacht präsentieren und Klußmann damit hoffentlich ein ewiges Denkmal setzen.

Sehet selbst, Brüder und Schwestern:


Neue Besetzung gegen Wietze-Mastanlage!

Die Initiative „Ich wollt ich wär kein Huhn“ hat heute den Bauplatz für eine erst kürzlich genehmigte Mastanlage in Schnega (Wendland) besetzt. Die Mastanlage war als Zulieferbetrieb für den Schlachthof in Wietze geplant.

Wir freuen uns über die Aktion und wünschen den Besetzer_innen alles Gute, viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Den Mastanlagenbetreiber_innen und allen Befürwortern von Tierfabriken wünschen wir entweder Einsicht oder dass sie offenen Auges in ihr Verderben rennen…

Link zur PM (inkl. Fotos) auf Linksunten.Indymedia.

Update:

Die Besetzer_innen haben allesamt noch am selben Abend (durchnässt) das Feld wieder verlassen, nachdem der Bauer und potentielle Mastanlagenbetreiber mit seinem Traktor auf das Gelände gefahren und ausgerechnet zwischen den Zelten der Besetzer_innen die Sprenkelanlage platziert und ausprobiert hatte…

Aktionstage/-training: Programm-Vorschau

Hier mal eine Übersicht, was euch auf dem Aktionstraining erwartet:

Folgendes Programm ist bisher geplant:

Workshops:

- Aktions-/Improtheater

- Ausprobier-und Schnupper-Klettern

- Lock-Ons: Theorie & Praxis

- (Einführung) in kreative Prozessführung und Basics gegen Repression

- Presse: Wie führe ich ein Interview und wie eine Pressemitteilung schreiben?
Gezieltes Einbringen von Inhalten und souveränes Antworten auf unliebsame Fragen.

- „Wir bauen einen Wurmwanderkasten“ ;)

Vorträge:

- Undercover-Recherche in Tierfabriken

- Widerstandsgruppen erzählen: Überall (und nicht nur) in Deutschland gibt es Tierfabriken…und Widerstand dagegen! Gruppen, die lokal dagegen aktiv sind, informieren über bisherigen und zukünftigen Protest sowie den aktuellen Stand vor Ort.
Berichten werden u.a. folgende Gruppen:

* Alt Tellin – Widerstand gegen den Bau der größten Ferkelmastanlage Europas in MV

* Schmähingen – Tierfabriken verhindern..auch im bayrischen Hinterland!

* Boehringer – Kein Tierversuchslabor, weder in Hannover noch sonstwo!

*Sprötze (Kakaka.Du) – Solidarität mit den Beschuldigten des Mastanlagenbrands in Sprötze & Widerstandschronik

* Bremen – Mastanlage für den geplanten Megaschlachthof in Wietze bei Bremen verhindern!

- Besetzung als Aktionsform am Beispiel Wietze: Vortrag über die Schlachthofbauplatzbesetzung in Wietze 2010 (inkl. How to squat a field…)

- Wasserproblematik: Der Schlachthof in Wietze soll fertig ausgebaut ca. 3 Mio Liter Wasser verbrauchen. Woher kommt dieses Wasser? Welche Probleme gab und gibt es damit und wer zahlt am Ende? + Film-Dokumenation „Wasser für Nahrung“

Konzert!

Am Samstag (11. Juni) spielen L a B o r i n s e l (Akustik-Hip-Hop-Liedermaching aus Hanau) auf den Aktionstagen. Das Konzert beginnt ca. um 20.oo Uhr. Eintritt gibts nicht, da keine Tür vorhanden. ;)

Baustelle

Infos zur Band und Hörproben findet ihr unter: www.laborinsel.de

Selbstverständlich gilt ansonsten auch weiterhin:
Ideen erwünscht & Selbstorganisation macht Spaß!

Nach Wietze kommt die ganze Welt
mit Schlafsack, Isomatte und Zelt!
Rafft euch auf, Genoss_innen,
Lasst uns viel Aktionen spinnen!
(J.W. Goethe)