Archiv für Juli 2011

Neuer allgemeiner Flyer

Neuer Wietze-Flyer (Juli 2011)

So, endlich gibt es hier auch mal einen brauchbaren allgemeinen Flyer zum Thema Wietze. Seine Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.
Wenn du ihn ausdruckst, kopierst und an deine Freund_innen, Nachbar_innen und Verwandte verteilst, werden sicher alle sofort begeistert sein und getreu der Überschrift: „Blockieren. Besetzen. Stören. Den Megaschlachthof in Wietze verhindern!“
Alternativ kannst du ihn auch in den AZs und Wohnprojekten deiner Umgebung auslegen und zu allen möglichen Anlässen wie Veranstaltungen (Demos, VoKüs, …) deiner Wahl verteilen.

Wenn du keine (günstige) Kopiermöglichkeit in der Nähe oder das entsprechende Kleingeld fürs Kopieren nicht hast und du trotzdem gern ein paar dieser Zettel unter’s Volk bringen möchtest, schreib dieses Anliegen am besten an: aif (AT) riseup.net .
Dann finden wir da schon eine Lösung.

Den Flyer (Vorder-und Rückseite) als pdf findet ihr übrigens hier oder rechts unter „Flyer“ sogar mit Vorschaubild zum Draufklicken. =)

„Beachtliche rechtliche Fehler“ im Bebauungsplan – Antrag auf Normenkontrolle gestellt!

Aufgrund von sichergestellten „beachtlichen rechtlichen Fehlern“ in Bebauungsplan für den Schlachthof in Wietze hat ein Anwohner jetzt privat geklagt und einen Antrag auf Normenkontrolle beim Niedersächsichen Oberverwaltungsgericht gestellt. Unterstützt wurde er dabei von der BI Wietze.
So liegt weder die notwendige Planurkunde noch eine Berücksichtigung des „Schutzgutes Mensch“ im Umweltbericht vor. Dazu kommen eine „Reihe weiterer Rechtsfehler“.
Sollte das Gericht den Bebauungsplan aufgrund dieser Mängel für unwirksam erklären, wovon aufgrund der Sachlage durchaus auszugehen ist, wäre Rothkötter ohne Betriebsgenehmigung. In diesem Fall müsste ein komplett neues Genehmigungsverfahren inkl. Planfestellungsverfahren für den Schlachthof eröffnet werden. Dies wäre allerdings mit Sicherheit erst nach den Gemeinderatswahlen in Wietze am 11. September der Fall, zu denen unter anderem der BI Vorsitzende Norbert Juretzko mit der neugegründeten Wählerliste „Wir unabhängigen Wietzer“ (WuW) für das Bürgermeisteramt kandidieren wird. Eine neue Mehrheit im Rat könnte sich dann ganz einfach gegen den Schlachthof aussprechen und das Verfahren gar nicht erst wieder einleiten. Der Schlachthof wäre verhindert! Zudem scheint es äußerst fraglich, ob Rothkötter es nach einer solchen Pleite mit den Plänen für seine Todesfabrik nochmal irgendwo anders versucht.

Reaktionen auf die Klage von Seiten der Schlachthofbefürworter gibt es bisher noch nicht. Allerdings hat sich Noch-Bürgermeister Klußmann anscheinend bereits einen Anwalt genommen…

Die Pressemitteilung der BI Wietze zum Antrag auf Normenkontrolle als pdf

Brandanschlag auf Wietze-Mastanlage: Bekenner_innenschreiben aufgetaucht!

Am 16.7. ist in Alvesse/Vechelde nahe Braunschweig ein fast fertiggestellter Zulieferbetrieb für Wietze abgebrannt. Folgendes Bekenner_inenschreiben wurde heute auf linksunten.indymedia.org veröffentlicht:

Wir haben in der Nacht zum 16.07.11 eine Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Üfingen in Brand gesetzt. Legaler Protest, sowie eine Besetzung der Baufläche konnten den Bau der Anlage nicht stoppen, weswegen wir uns für diese Aktionsform entschieden haben, um die Inbetriebnahme direkt zu verhindern.

Diese Mastanlage ist nur eine von vielen Institutionen, zu deren Verhinderung Sachbeschädigung notwendig und legitim ist. Wir haben uns für dieses Ziel entschieden, weil die Haltung und Tötung von Individuen und die ökologischen und sozialen Folgen – von Gen-Soja-Anbau mit Totalherbiziden und Regenwaldabholzung über Grundwasserverseuchung zu subventionierten Hähnchenteil-Exporten – verhindert werden sollte.

Es ist normal, dass die demokratisch legitimierten Stellvertreter_innen Entscheidungen so treffen, dass Privilegierte möglichst viel Geld verdienen können, anstatt dass die Betroffenen miteinander Individuallösungen koordinieren können.

Wir finden direkte Aktionen wie z.B. die von uns durchgeführte auch an anderen Orten, die der Emanzipation im Wege stehen, z.B. wo Tiere (Mensch=Säugetier) verdinglicht werden, sehr zu begrüssen. Dabei sollte stets reflektiert werden, welche Aktionsform angemessen ist und wie Verletzungen von Lebewesen möglichst ausgeschlossen werden können.

Präzise gegen die Gesamtscheisse, widerständig voran!

Pressemitteilung der Polizei zum (Wietze-)Mastanlagenbrand in Alvesse

veröffentlicht auf www.presseprotal.de/polizeipresse/

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung im Fall der Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Salzgitter- Üfingen, die am Samstag fast vollständig niedergebrannt ist. In der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe eingesetzt. Nachdem der Brandort zunächst beschlagnahmt worden war, wurde ein Sachverständiger für Elektrotechnik hinzugezogen, um zu prüfen, ob die auf dem Dach der Anlage befindliche Photovoltaikanlage für den Brand ursächlich gewesen sein könnte. Dieses konnte der Sachverständige ausschließen. Auch war der Brandschutzprüfer des Landkreises Peine am Brandort. Die Brandermittler der Polizei haben den Brandort gemeinsam mit der Spurensicherung untersucht. Entsprechende Ergebnisse werden in etwa drei Wochen zu erwarten sein.

Zu einem erneuten Brand in der Hähnchenmastanlage ist es Sonntagabend, gegen 22.40 Uhr, gekommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist zu vermuten, dass dort ein Glutnest wieder aufgeflammt sein könnte. Betroffen war der Teil der Halle, der durch das vorhergehende Feuer am wenigsten beeinträchtigt worden war. Das Feuer war durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bemerkt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Rückfragen an die Staatsanwaltschaft Braunschweig unter Tel. 0531/ 488 1204 oder die Polizei Salzgitter unter Tel. 05341/ 1897-104.

Europol bildet „Joint Forces Against Violent Animal Rights Extremists“

Wie einer Pressemitteilung von Europol zu entnehmen ist, auf die antirep2008.org gestern hinwies, veranstaltete die europäische Polizeibehörde in der vergangenen Woche gemeinsam mit der Justizbehörde der Europäischen Union Eurojust in Den Haag eine Konferenz zum Thema „Tierrechtsextremismus“. Nicht nur 58 Experten von Europol und Erojust, sondern auch nicht näher genannte Angehörige privater Unternehmen oder Organisationen („representatives from 35 private sector organisations“) berieten dort über ein verstärktes Vorgehen gegen die Tierbefreiungsbewegung.

Link zum vollständigen Artikel auf Indy

Artikel zu Wietze und Aktionstagen im Grünen Blatt

In der neuen Ausgabe der Jugend-Umwelt-Zeitung Grünes Blatt (02/2011), die als Print in den nächsten Tagen erscheint, wird es unter andem einen Bericht über die akutelle Situation in Wietze, den Widerstand der letzten Jahre und die Aktionstage geben.

Hier gehts zur Webseite vom Grünen Blatt und hier direkt zum Wietze-Artikel.

Kundgebung in Lüchow am 22. Juli

Wendländische Initiativen gegen die umstrittene Masthaltung laden für Freitag (22.7.) um 17 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Lüchower Marktplatz ein. Dabei können sich Interessierte auch gründlich an einem Infotisch über die Thematik, die durch eine Bauplatzbesetzung in Schnega und die Selbstjustiz der Landwirte bei einer weiteren Besetzung in Teplingen an Brisanz gewonnen hat, informieren. Zusätzlich soll über eine Telefonschaltung Kontakt zum „Friedensritt“ hergestellt werden, der am selben Tag unter dem Motto „Kommt erst das Fressen und dann die Moral“ in Wietze startet. Dort ist Europas größter Schlachthof in Bau, der aus 6 Millionen Euro Steuergeldern mitfinanziert, jeden Tag 500.000 Hähnchen schlachten und u.a. aus Schnega und Teplingen beliefert werden soll.

Dabei sollen bei der von den TierschützerInnen angeprangerten Qualhaltung pro Mastdurchgang 39.900 Hähnchen in einer nur 1.800 qm Halle eingesperrt werden, also bis zu 26 Tieren pro qm. Im Jahr sind 7,5 Mastdurchläufe geplant. Dies bedeutet, dass fast 300.000 Tiere pro Jahr in der Halle gemästet werden sollen. Ein Mastdurchlauf dauert ca. 32 bis
38 Tage. In dieser Zeit legen die Küken, die durch den Bewegungsmangel schneller Fett ansetzen, bis zu 2,5 kg an Gewicht zu. Es wird damit gerechnet, dass bis zu 4 % der Tiere ihr Schlachtgewicht nicht erreichen und vorher verenden. Dies entspricht bis zu 1.596 Tieren pro Mastdurchgang oder fast 12.000 vorzeitig verendeten Tieren pro Jahr.

Laut Berechnung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist bei stabiler Marktlage in einer 40.000er Anlage zur Hühnermast mit einem Gewinn zwischen 5 und 7 Eurocent pro geschlachtetem Tier zu rechnen. Neueste
Zahlen gehen von gerade einmal 3 Eurocent aus. Selbst diese niedrigen Margen werden in der Realität aber oft nicht erreicht: Ein Drittel der Betriebe mit Hühnermast schreiben in diesem Betriebszweig rote Zahlen.
WirtschaftswissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass das gegenwärtige und zukünftige Wachstum in der Hühnerfleischproduktion den Bedarf des deutschen Marktes bei Weitem überschreiten werde, so dass in ca. fünf
Jahren 240.000 Tonnen Geflügelfleisch exportiert werden müssten. Solche Marktentwicklungen gehen mit einem Preisverfall einher, der den Mäster am schärfsten trifft. Die Landwirte geben ihre traditionelle Selbständigkeit auf und begeben sich als Agrarindustrielle in eine Abhängigkeit als purer Lieferant von Konzernen wie Rothkötter oder
Wiesenhof. Damit machen sie sich vertraglich zum Spielball der Konzerninteressen und der dadurch immer ruinöser werdenden Marktlage.

Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner haben Belastungen wie eine erhöhte Keimbelastung, Geruchsbelastung und eine Wertminderung der Grundstücke zu tragen. Landschaft und Natur werden beeinträchtigt. Zu erwartende mögliche Beeinträchtigungen sind insbesondere: häufiger Verstoß gegen die artgerechte Tierhaltung und den Tierschutz, direkte
Betroffenheit derjenigen, die bereits unter Allergien, Hautkrankheiten oder Asthma leiden, deutliche Zunahme der Feinstaubbelastungen durch die Anlagen, erhöhte Geruchsbelästigung, Belastungen durch Lagerung und Ausbringung von Geflügelkot und -mist, Belastung des Grundwassers durch Gülleausbringung, zunehmende Ungezieferbelastung, Lärmemissionen durch Betrieb und Transporte, Verminderung der Wohnqualität und Wertverlust der Immobilien, Eingriffe in Natur und Landschaft in unverbauten Gebieten.

Mastanlage für Wietze abgebrannt!

Brand in Hähnchenmastanlage

Im Landkreis Peine ist in der Nacht eine Hähnchenmastanlage bei Vechelde in Brand geraten. Rund 100 Feuerwehrleute seien vor Ort, teilte die Polizei mit. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Auch Tiere kamen nicht zu Schaden, da die Anlage noch nicht in Betrieb ist. Brandursache oder Schadenshöhe sind noch unklar. | NDR.de 16.07.2011 09:51

Fernseh-Beitrag vom NDR

PM der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum Brand

Update:

Hähnchenmastanlage in Vechelde brennt erneut – Die beiden Feuer richteten mehr als 500.000 Euro Schaden an

18.07.2011 | Vielleicht war es Brandstiftung. Auf dem Gelände der umstrittenen Mastanlage im Landkreis Peine musste die Feuerwehr am Montag wieder einen Brand löschen. Bereits am Wochenende war einer der 1.800 Quadratmeter großen Ställe im Vechelder Ortsteil Alvesse komplett zerstört worden. Nun hat eine spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei Salzgitter ihre Arbeit wegen Brandstiftung aufgenommen. Zuvor hatte ein Sachverständiger die Photovoltaik-Anlage untersucht, um einen möglichen technischen Defekt auszuschließen. Nun müssen die Brandermittler die Spuren vom Brandort untersuchen. Die Polizei vermutet als Brandursache für das neue Feuer ein wiederaufgeflammtes Glutnest.

Bericht vom NDR

Polizei geht von Brandstiftung aus – Zwei Artikel auf dem Onlineportal der Braunschweiger Zeitung www.newsclick.de

Hühnermast – Es war Brandstiftung
Von Harald Meyer und Kerstin Loehr

Eine entscheidende Frage nach dem Großbrand auf der Hähnchenmastanlage bei Alvesse im Kreis Peine ist geklärt: Die Polizei geht seit gestern von Brandstiftung aus.

Am Sonntagabend, 22.40 Uhr, hat es erneut auf der Hähnchen-Mastanlage gebrannt. Polizeisprecherin Natascha Aust sagt vorsichtig: „Wir vermuten, dass ein Glutnest aufgeflammt sein könnte.“ Betroffen war der Teil der Halle, der durch das erste Feuer am wenigsten beeinträchtigt wurde. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes haben das Feuer bemerkt.
Die Polizei geht in beiden Fällen von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus. Brandermittler und Beamte der Spurensicherung haben den Brandort gestern gemeinsam untersucht. Ergebnisse werden erst in drei Wochen erwartet.

Die Bürgerinitiative Alvesse/Üfingen verurteilte den Anschlag entschieden. Im Februar hatte sie erklärt, sie wolle „psychologischen Druck“ gegen den Üfinger Hähnchenmastbetreiber Gerecke aufbauen, es gab Mahnwachen am Hof.

Am Montag betonte der Sprecher der Bürgerinitiative gegenüber unserer Zeitung: „Nein, wir sehen uns keineswegs als die ,geistigen Brandstifter‘, weil wir uns immer klar von solchen Gewaltaktionen distanziert haben.“

Landwirt Gerecke müsse aber von Anfang klar gewesen sein, dass er sich mit solchem Projekt öffentlichem Druck aussetzen würde. Der Mastbetreiber hatte bis Ende August seine gesamte Anlage in Betrieb nehmen wollen. Immerhin ist er versichert.

Feuer in Hähnchenmast-Stall bei Peine
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln – 500.000 Euro Sachschaden

Von Lennart Kutzner, Kerstin Loehr und Thomas Stechert

Großbrand am Samstagmorgen auf der Hähnchenmastanlage in Alvesse bei Vechelde im Kreis Peine: Ein Stall wurde durch das Feuer vernichtet. Menschen wurden nicht verletzt. Auch Tiere kamen nicht zu Schaden, weil die Anlage noch nicht in Betrieb ist.

Kurz vor drei Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Vallstedt-Alvesse, Wierthe und Vechelde-Wahle zu der brennenden Anlage an der Üfinger Straße (Landesstraße 615) zwischen Alvesse und Üfingen gerufen. „Als wir anfuhren, stand der Rote Hahn schon fett über dem Dach“, schilderte Vecheldes Gemeindebrandmeister Peter Splitt die erste Lage. Splitt forderte daraufhin zusätzliche Kräfte der Berufsfeuerwehr Salzgitter an.

Zwei Stunden lang kämpften die Feuerwehrleute gegen die Flammen. Einer der beiden 1600 Quadratmeter großen Ställe brannte fast vollständig nieder, den benachbarten zweiten Stall konnte die Feuerwehr sichern.

Im Einsatz waren fast 110 Personen, darunter auch Rettungsdienstler und der Versorgungszug der Feuerwehr Köchingen. Am Morgen übernahmen Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Sonnenberg die Nachlöscharbeiten.

Wie die Polizei Salzgitter am Mittag mitteilte, wurde der Brandort zur Klärung der Brandursache beschlagnahmt. Das zuständige Fachkommissariat ermittele in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Es könne sich um einen technischen Defekt, auch aber um Brandstiftung handeln. Erst wenn das vollkommen zerstörte Gebäude abgekühlt und betretbar sei, könnten die Ermittler mit ihrer Arbeit beginnen.

Der Sachschaden wird auf 500.000 Euro geschätzt. Die Hähnchenmastanlage befand sich kurz vor ihrer Fertigstellung.
Der betroffene Landwirt Christoph Gerecke sprach am Sonntag von einem „Terroranschlag“, von „Vandalismus“, von „Hetze“ und „radikalen Terroristen“.

Auch Regina Will, Sprecherin der Bürgerinitiative, geht eher nicht von einem technischen Defekt aus. Sie verurteilt die Tat und sieht das postive Image von Bürgerinitiativen – weit über Peine hinaus – in Gefahr. „Dass Herr Gerecke emotional ganz oben ist, kann ich verstehen. Alle sind entsetzt.“

Die Mastanlage ist eine von acht in unserer Region, die künftig als Zulieferer für einen Großschlachthof in Wietze bei Celle arbeiten wollen – je vier in den Landkreisen Peine (Mehrum, Wendesse, Solschen und Alvesse) und Wolfenbüttel (Burgdorf, Groß Denkte, Cramme). Wie auch in Wietze haben sich in den betroffenen Orten Bürgerinitiativen gegen dieses Vorhaben gebildet.

Update2:

Brand in der Mastanlage in Vechelde: Wir feiern!

Ein Vortrag über die Kampagne gegen Europas größten Geflügelschlachthof in
Wietze und seine Zulieferbetriebe

Donnerstag, 21.7., 21.00 Uhr,
Im Nexus, Frankfurter Str. 253, Braunschweig
Vokü vorher und Kneipe im Anschluss

Laut Presseberichten ist in der Nacht von 15. auf 16. Juli in Vechelde im
Landkreis Peine ein im Bau befindlicher Hühnermastbetrieb durch einen
Großbrand zerstört worden. Die Brandursache ist noch unklar.

In der Anlage sollen ca. 40 000 Hähnchen für den Großschlachthof in Wietze
bei Celle gemästet werden. Im noch in Bau befindlichen Schlachthof in
Wietze sollen in 20 Stunden Schichten pro Sekunde 7 Hähnchen geschlachtet
werden. Dafür werden im Umkreis von 100 km 420 neue Mastanlagen gebraucht
- aber bisher wurden nur eine Handvoll Landwirte gefunden, die sich zum
Bau einer Mastanlage bereiterklären.

Grund dafür könnten die massiven Proteste der letzten Jahre sein: dazu
zählen der langanhaltende Widerstand durch Bürgerinitiativen vor Ort, aber
auch Bauflächenbesetzungen, Blockaden und Brandanschläge aus radikalen
Umwelt- und Tierrechtszusammenhängen. Dieser Vortrag berichtet vom
Megaprojekt Wietze und dem Widerstand, der sich in den letzten Jahren
massiv formiert hat.

Wegbeschreibung:
Vom Bahnhof aus fahren die Straßenbahnen M3, M5 und der Bus 419 in
die Nähe des Nexus. Wenn ihr mit der Straßenbahn kommt, müsst ihr an
der Haltestelle Cyriaksring aussteigen und von da zu Fuß gehen. Der Bus
419 fährt etwas näher ans Nexus heran. Hier könnt ihr Helenenstrasse
aussteigen und 200m bis zum Nexus gehen. (Dafür dauert die Fahrt aber
auch länger.)

“Die Besetzung in Teplingen war erst der Anfang”

Pressemitteilung

Freitag, 1.7.2011

“Die Besetzung in Teplingen war erst der Anfang”
Besetzer_innenumfeld blockiert Baufirma für Biogas- und Mastanlage in
Teplingen

Teplingen/Salzwedel In den frühen Morgenstunden vom 1.7.2011 haben rund 15 Aktivist_innen aus dem Umfeld der Maststall-Bauplatzbesetzung in Teplingen den Einfahrtsbereich der Firma Containerdienst Werner GmbH und Co. KG in Salzwedel blockiert. Die Firma ist selbst Ziel der Proteste geworden, da sie als Partnerunternehmen in die Baumaßnahmen zur Biogas- und Mastanlage in Teplingen involviert ist.

“Wir protestieren hier, um die Firma Werner von ihrer Zusammenarbeit mit den Maststallinvestoren in Teplingen abzubringen.”, so Clara Nowan, eine der Aktivist_innen. Die Blockierenden kritisieren die Firma, direkt für den Bau des Maststalls mit verantwortlich zu sein.

Von 26. bis 27. Juni war ein Feld in Teplingen von rund 30 Aktivist_innen besetzt worden, um den Bau eines Maststalls für rund 40 000 Tiere zu verhindern. Der Stall soll ein Zulieferbetrieb für Europas größte Schlachtfabrik in Wietze bei Celle werden. Die Besetzung wurde Montag Abend gewaltsam von etwa 60 Landwirten geräumt. Nachdem die Landwirte Traktoren, Knüppel und Reizgas gegen die friedlichen Besetzer_innen eingesetzt hatten, hatte es mehrere Verletzte gegeben.

Auf den Transparenten der Blockierenden steht: “Unsere Wut und Leidenschaft, kriegt auch keine Räumung platt”. Clara Nowan kommentiert die Blockade: “Wir wollen den Agrarindustriellen hiermit unmissverständlich klarmachen: Die Besetzung in Teplingen war erst der Anfang: „Wer einen Zulieferbetrieb für Wietze bauen will, wird massiven Protest ernten.”

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter folgender Telefonnummer und Emailadresse zur Verfügung:
stop-teplingen@riseup.net
0152 55139052

Aktuelle Informationen zu den Protesten:
www.stopteplingen.blogsport.de