Archiv für Juli 2013

Freispruch für Tierbefreiungsaktivisten in Lüneburg

Kurz vorweg

Dem Tierbefreiungsaktivisten Karl-C. wurde vorgeworfen, am 23.05.2012 mit anderen Aktivist_innen eine sogenannte Anhörung zum geplanten Neubau von zwei Mastanlagen im Kreis Celle „gestört“ und der Aufforderungen den Saal zu verlassen nicht Folge geleistet zu haben. Richterin Precht vom Amtsgericht Celle verurteilte ihn zu 20 Tagessätzen. Gegen dieses Urteil legte Karl-C. Und die Staatsanwaltschaft Berufung ein. So das die selbe Verhandlung vor dem Landgericht in Lüneburg nochmal verhandelt wurde. Hier kam es zu einem Freispruch.

Der Oberstaatsanwalt Vogel forderte u. a. mit der Begründung, dass die Interessen der Wirtschaft gewahrt werden müssten, eine Strafe von 40 Tagessätzen à zehn Euro für den wegen Hausfriedensbruchs angeklagten Tierbefreiungsaktivisten. Der Angeklagte und seine Laienverteidigerin forderten in einem juristischen Plädoyer einen Freispruch und trugen zusätzlich ein politisches Plädoyer für die Befreiung von Mensch und Tier und die damit einhergehende Abschaffung von Staat und Kapitalismus vor.

Richter Bendtsen ließ verkünden, dass er nicht bereit sei, sich mit seiner Rolle in diesem System auseinander zu setzen, und auch die Idee einer befreiten Gesellschaft stieß bei ihm auf wenig Anklang. Er stimmte aber der juristischen Argumentation der Verteidigung zu, dass hier kein Hausfriedensbruch vorliege, und sprach den Angeklagten frei. (mehr…)

Radio Flora interviewt Karl zum Aktionscamp

In der gestrigen Sendung von Culture Courage auf Radio Flora gab es einen Beitrag zum Aktionscamp gegen Tierfabriken. Darin enthalten ist ein Interview mit dem beteiligten Aktivisten Karl über das Camp an sich, die Bockade der Fleischtransporter und seine Festnahme während einer Aktion in Nienburg.

Den zirka sechsminütigen Beitrag könnt ihr euch hier als MP3-Datei runterladen und anhören.

Reclaim Power Tour meets Wietze (2.- 4. 8. 2013)

Einladung zum Austausch und zur Vernetzung

Die Reclaim Power Tour radelt im Sommer quer durch Deutschland und besucht dabei Orte aktueller Energiekämpfe: die Klimacamps an den Braunkohletagebauen in Ost und West, Initiativen gegen Fracking, Anti-Atom-Gruppen. Die Tour will aktive Gruppen miteinander vernetzen, mit dem Ziel, sie zu einer breiten Bewegung für eine ökologische und bedürfnis-orientierte Energieversorgung zusammenzuschließen. Wir möchten auf der Tour nicht nur die Frage stellen, wo unsere Energie herkommt, sondern auch, für was sie verwendet wird. Darum halten wir auch an Orten, an denen Ressourcen im großen Stil verschwendet: zum Beispiel beim Gefechtsübungszentrum in der Altmark oder an Rothkötters Hühner Schlachtfabrik in Wietze. Denn dieser Ort steht für uns beispielhaft für die Perversität eines Wirtschaftssystems, das Tier, Mensch und Natur ausbeutet und dem Profit unterordnet. Die industrielle Landwirtschaft hängt am Tropf der fossilen Energien. Tierhaltung ist durch den hohen futtermittelbedingten Flächenbedarf verantwortlich für Waldrodungen und Grünlandumbruch weltweit. Sie ist daher eine der Haupttriebkräfte für die globale Erwärmung – und unvereinbar mit UNSEREM Begriff von „Energiewende“. (mehr…)

Hausfriedensbruch gegen Tierbefreiungsaktivisten wird vertagt.

Der Berufungsprozess gegen Karl-C. endete am Donnerstag nach 6 Stunden mit einer Vertagung auf kommenden Dienstag (9.30 Uhr). Dem Angeklagten wird vorgeworfen im Mai letzten Jahres mit fünf weiteren Aktivist_innen einen Erörterungstermin, zur Genehmigung einer neuen Mastanlage, im Celler Landrat gestört zu haben. Weil er mittels eines Transparentes und lauten Rufen gegen Tierhaltung und Umweltzerstörung die Veranstaltung gestört haben soll und nach Aufforderung den Saal nicht verlassen habe, verurteilte ihn Richterin Precht am Amtsgericht Celle zu 20 Tagessätzen. Vor der Urteilsverkündung warf sie den unverteidigten Angeklagten aus seinem Prozess. (mehr…)

Demo geen Tierfabriken in Nienburg und Holte/Wietzen

Letzten Samtagvormittag ging es vom Camp gegen Tierfabriken mit Fahrrädern und Autos richtung Nienburg zur Demonstration gegen Schlachtfabriken. Etwa 50 Teilnehmer_innen zogen ab 12.30 Uhr mit Transparenten, Schildern und Megaphonen durch die Nienburger Innenstadt. Mit Parolen gegen Tierausbeutung und Redebeiträgen an zwei Kundgebungsorten in der Stadt wurden die Bewohner_innen Nienburgs auf das Anliegen der Demonstration aufmerksam gemacht.
Als die Demonstration gegen 14 Uhr am Bahnhof, dem Abschlussort der Demo ankam, wurde spontan eine Eildemonstration gegen die Überwachung der Polizei angemeldet und der Demonstrationszug zog erneut in die Nienburger Innenstadt. Bereits nach der Hälfte der angemeldeten Strecke wurde die Demo aufgelöst und einige Menschen zogen mit Transparenten und Sprüche rufend durch die Haupteinkauftraße Nienburgs.
Anschließend ging es direkt weiter zur Schlachtfabrik in Holte, wo es eine Kundgebung gegen den Ausbau der Schlachtfabrik gab. Auch hier waren ca. 50 Teilnehmer_innen vor Ort, die lautstark ihren Protest gegen Wiesenhof und die Ausbeutung der Tiere als Ware kundtaten.
Am Abend gab es dann noch Vokü auf dem Camp und anschließend ein Lagerfeuerkonzert vom Faulenza.

Hausfriedensbruchprozess gegen Tierbefreiungsaktivisten in Lüneburg

am 18.07.2013 09.30 Uhr
Im Saal 012
Landgericht Lüneburg

Dem Tierbefreiungsaktivisten Karl-C. wird vorgeworfen, am 23.05.2012 mit anderen Aktivist_innen eine sogenannte Anhörung zum geplanten Neubau von zwei Mastanlagen im Kreis Celle „gestört“ und Aufforderungen den Saal zu verlassen nicht Folge geleistet zu haben.
Hier der Aktionsbericht:

Gegen die Vorverurteilung durch einen Strafbefehl in Höhe von 10 Tagessätzen legte er Widerspruch ein.

Am 23.03.2013 konnte Richterin Precht das Urteil von 20 Tagessätzen gegen Karl-C. Nur sprechen nachdem sie ihn raus werfen ließ. Prozessbericht findet ihr hier:

Die Staatsanwaltschaft und der Aktivist legten Berufung gegen dieses Urteil ein. Nun muss der Fall vor den Landgericht in Lüneburg erneut verhandelt werden.
Karl C. wird diesen Prozess offensiv und politisch führen. Ihr seid alle eingeladen euch an dem Spektakel zu beteiligen …

Aktionen vor während und nach der Verhandlung sind gern gesehen.

Für eine Welt ohne Knäste, Tierausbeutung und strukturelle Diskriminierung.
Für ein herrschaftsfreies Leben für alle!

Mehr Infos über die Kampagne gegen die Megaschlachtfabriken in Wietze und Wietzen unter: antiindustryfarm.blogsport.de

Alle wieder frei…

Nachdem vor einigen Stunden die Aktivti_innen von den LKWs durch Kletterbullen unter Amtshilfe der Feuerwehr geräumt wurden und in die Gefangenensammelstelle nach Nienburg gebracht wurden, sind nun alle Aktivisit_innen wieder frei.
Morgen werdet ihr hier auf dem Blog auch Fotoeindrücke der Aktion finden

Tierbefreiungsaktivisten blockieren Schlachtfabrik in Wietzen/Holte

Foto von vor Ort

Tierbefreiungsaktivisten blockieren Schlachtfabrik in Wietzen

Wietzen/Holte – Seit heute Vormittag blockieren Tierbefreiungs- und Umweltaktivist_innen drei Fleischtransporter vor der Schlachtfabrik in Holte/Wietzen. Einige Aktivist_innen sitzen auf dem Dach des Transporters.
Die betroffene Schlachtfabrik soll plangemäß bis 2014 ausgebaut werden, wodurch die Anzahl der getöteten Tiere pro Tag von 140.000 auf 250.000 gesteigert werden würde.

Am Vormittag haben ca. 10 Aktivist_innen auf dem Zufahrtsweg zur Schlachtfabrik von Wiesenhof in Holte eine Blockade errichtet. Drei Aktivist_innen befinden sich auf den Dächern von drei Fleischtransporters, vier weitere Blockieren mit Transparenten die Straße. Eine Räumung steht derzeit noch nicht an.

„Im Einzelnen fordere ich die Schließung der Schlachtfabrik. Im großen Ganzen sehe ich diese Aktion als Teil einer Bewegung gegen den Kapitalismus und sein lebensverachtendes Ausbeutungsverhältnis. Im Kapitalismus werden Tiere zu Ware gemacht – damit verschwindet das Bewusstsein darüber, dass sich hinter Tierprodukten Individuen befinden, die gefangen gehalten und getötet wurden“, begründet Kirsten L., eine der Aktivistinnen, die Blockade. „Betriebe wie dieser stehen für die totale Ausbeutung anderer Tiere und der Umwelt durch den Menschen“, erklärt sie weiter. (mehr…)

Riesiges Polizeiaufgebot schützt Schlachtfabrik

– Pressemitteilung vom Bündnis für Tierbefreiung -

Wietze (Celle) – Auf dem Weg zur Rothkötter-Schlachtfabrik in
Wietze wurden heute morgen ca. 30 Personen von der Polizei von
6 bis 10 Uhr festgehalten und durchsucht. Dabei stellten sie
Transparente und Blockademittel sicher. Eingesetzt wurden
insgesamt drei Hundertschaften der Polizei.

Die Aktivist*innen hatten Transparente mit Aufschriften wie
„Rothkötters Schlachtfabrik abschaffen – Tierausbeutung
beenden“ und „Rothkötter macht mit: Zerstörung von Mensch,
Tier und Natur im Akkord“ sowie Fässer und ein Dreibein
(Tripod) zum Blockieren dabei. „Dieser Schlachthof macht fast
allen das Leben schwer und das Sterben einfacher“ so Anna,
eine der Aktivist*innen. (mehr…)