Demonstration vor Rothkötter Schlachtfabrik in Wietze

Derzeit findet in Wietze vor der Schlachtfabrik des Fleischkonzerns Rothkötter eine Demonstration statt. AktivistInnen sind vor Ort um lautstark ihren Protest gegen die Tierausbeutungsindustrie deutlich zu machen. Bereits zuvor kletterte ein Aktivist auf das Dach eines eintreffenden Tiertransporters und wurde dadurch auf das Werksgelände gefahren. Die Person befindet derzeit immer noch dort.

Wie seit kurzem bekannt ist, hat der Mega-Fleischkonzern Rothkötter neue Pläne, um die fehlenden 400 Mastanlagen zu ersetzen. Geplant wird eine Mega-Mastanlage in Groß Haßlow (Brandenburg). Dabei handelt es sich um ein Partnerprojekt zwischen Rothkötter und Fortwengel, die noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen wollen. Letztendlich sollen in der Mastanlage 380.000 Hühner gemästet werden. „Offensichtlich reagiert der zweitgrößte Geflügelkonzern auf den fehlgeschlagenen Plan, 400 Mastanlagen im Umkreis anzuwerben, und baut nun in Brandenburg, wo mit Widerstand kaum zu rechnen ist,“ mutmaßt eine Aktivistin, die heute Teil der Demo ist.

„Wir wollen mit der Kundgebung heute zeigen, dass sie mit dieser Einschätzung falsch liegen. Widerstand wird es geben, egal wo Rothkötter die Tierausbeutungsindustrie erweitert. Deswegen stehen wir hier heute vor der Schlachtfabrik!“ begründet Marta die Eilkundgebung. Die Kundgebung wird sich auf ein Viertel des Verkehrskreisels beschränken, da einige der Teilnehmer_innen von einem halbjährigen Aufenthaltsverbot rund um die Schlachtfabrik betroffen sind.

„Nach meiner Wahrnehmung versuchen Rothkötter und die Polizei gerade die Bewegung zu spalten. Das wird unter anderem durch das Aufenthaltsverbot deutlich. Gegen dieses Aufenthaltsverbot klagen wir gerade und für mich
ist die Kundgebung morgen auch eine Möglichkeit, dieses absurde Verbot zu thematisieren.“ sagt André M.

Update 11:45 Uhr: Die Blockade des Tiertransporters wurde durch die von Rothkötter beauftragte Sicherheitsfirma beendet. 2 Personen befinden sich derzeit in Gewahrsam. Die Kundgebung geht weiter und es sind noch ca. 15 Menschen vor Ort die lautstark protestieren. Interessanterweise wurde ein erhöhtes Polizeiaufgebot in der Nähe des Ortes Wietzen festgestellt.

Update ca. 14.00 Uhr: Die beiden Aktivisten wurden wieder freigelassen und die Kundgebung aufgelöst


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