Die Besetzung

24.05.2010

Das Feld ist nun besetzt und ein Camp wird errichtet. Dieses soll als Plattform für eine Ausseinandersetzung mit den lokalen AnwohnerInnen (welche größtenteils klar gegen diese Anlage sind) und sonstigen SchlachthofgegnerInnen dienen. Auch BefürworterInnen, welche mit uns diskutieren wollen sind willkommen.
Ein inhaltliches und kulturelles Programm für die nächsten Tage wird aufgestellt werden. Die BesetzerInnen freuen sich auf möglichst viele Leute, die sich an der Besetzung beteiligen wollen. Kommt vorbei! An Materialien wird auf der Besetzung noch folgendes benötigt: Bauholz, Brennholz, veganes Essen, Besteck,…
Soliaktionen in anderen Städten sind ebenfalls erwünscht. Genauso wie Menschen, die mit ähnlichen oder anderen direkten oder kreativen Aktionen andernorts gegen Tierausbeutung, oder gegen die Gesamtscheiße Widerstand leisten.
Wer für die Aktion spenden will, kann dies auf folgendes Konto tun:
Erreichen können sie das Camp unter 0162 1966288. Ortsbeschreibung: Wietze bei Celle, Ortsausgang West in der Nienburger Straße direkt beim Kreisel. Bushaltestelle Nienburger Straße aussteigen, und du stehst praktisch vor dem Kreisel an welchen das Feld angrenzt.

Räumungsgefahr

26.05.2010

Nachdem das Feld in Wietze auf welchem Europas größter Schlachthof gebaut werden soll 3 Tage lang besetzt war und alles relativ ruhig war, die Polizei nur Anfangs auftauchten und sich danach darauf beschränkten jeden Morgen zum „guten Morgen“ wünschen vorbeikahm, sieht es nun so aus als ob relativ schnell geräumt werden könnte.

Die Besitzerin des Feldes stellte ein Ultimatum das Feld bis morgen früh um 9 zu verlassen, wie es aufgefunden wurde. Was ansonsten passiere lies sie offen. Die BesetzerInnen rufen dazu auf, dass allen Menschen denen dies möglich ist morgen möglichst früh auf das Feld zu kommen um die Besetzung gemeinsam zu verteidigen.

Die Besitzerin tauchte heute abend zusammen mit ihrer Tochter und ihren Söhnen auf der Besetzung auf um die BesetzerInnen aufzufordern das Feld zu verlassen. Sie zeigten keinerlei Gesprächsbereitschaft und wollten nicht diskutieren. Zwar ist die Besitzerin sowie ihre Tochter gegen diesen Schlchthof, aber es schien als ob recht viel Druck auf sie ausgeübt wurde. Zu einem Polizeieinsatz im falle dass die Besetzung morgen früh noch steht wollte sie sich nicht äußern. Wie schnell im Falle eines Strafantrages geräumt würde, ist also noch unklar, kann aber auch gleich morgen früh stattfinden. Unterstützung morgen früh ist deshalb dringend notwendig.

Die Besetzung geht weiter

28.05.2010

Nachdem den Besetzer_innen am Mittwoch ein Ultimatum gestellt wurde, das Gelände bis zum Morgen des Folgetages zu verlassen und auf dieses nicht eingegangen wurde, geschah seit dem nichts mehr.
Die Besetzung geht weiter und das Camp nimmt immer mehr Gestalt an. Mittlerweile stehen auch schon die ersten Holzhütten.
Die Besetzer_innen stellen für die kommenden Wochen Programm zusammen, zu dem sie alle herzlich einladen.

Das Programm für Samstag und Sonntag sieht wie folgt aus:
Samstag: 13 Uhr ein Vortrag „Warum vegan leben?“ und
ab 15 Uhr ein veganer Kochkurs mit anschließendem gemeinsamen
Abendessen
Sonntag: ab 15 Uhr ein veganer Kuchenstand und
um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand
des Genehmigungsverfahrens des geplanten Geflügelschlachthofes.

Verschiedene Workshopangebote runden das Programm an beiden Tagen ab. Am
Sonnabend ist ganztägig zusätzlich ein Schnupperklettern am Tripot möglich.

Erreichen können Sie das Camp unter 0162 1966288.
Ortsbeschreibung: Wietze bei Celle, Ortsausgang West in der Nienburger Straße direkt beim Kreisel. Bushaltestelle Nienburger Straße aussteigen, und Sie stehen praktisch vor dem Kreisel an welchen das Feld angrenzt.

Aktueller Stand

31.05.2010

Seit nun einer Woche ist das Feld am Ortsrand des Dorfes Wietze besetzt, auf welchem Europas gröster Hähnchenmastschlachtof gebaut werden soll. Die BesetzerInnen haben sich weder von einem Ultimatum der Besitzerin noch von schlechtem Wetter abschrecken lassen, das Feld weiterhin besetzt zu halten.

Denn was anfangs angekündigt wurde – dass das Feld solange besetzt gehalten wird bis die Pläne für diesen Schlachthof niedergelegt werden, oder das Feld mit brutaler Staatsgewalt geräumt wird – soll nun umgesetzt werden. Die Stimmung auf dem Feld ist weiterhin gut. Am heutigen Sonntag fand – wie ab jetzt jeden Sonntag – ein veganer Kuchenstand statt, der trotz Regenwetter von Interessierten besucht wurde. Der Kuchenstand soll zum Vernetzen all jener dienen, die den Schlachthof -aus welchem Grund auch immer – nicht wollen. Weitere Veranstaltungen sind auf dem Feld geplant.

Polizei lässt sich kaum blicken, auser durchgeknallten Staatsschützern die mit fimreifen Manövern versuchen Photos zu machen.

AnwohnerInnen und Mitglieder der Bürgerinitiative unterstützen die Besetzung durch viele Sach- und Essensspenden, durch ihre Anwesenheit auf der Besetzung und ihrem Solidaritätsbekunden.

Unterstützung ist dringend erwünscht. Kommt vorbei und besetzt dieses Feld mit uns.

Den BesetzerInnen geht es allerdings nicht darum darum den Schlachthof an diesem Ort zu verhindern, sondern jeder Schlachthof an jedem Ort soll verhindert werden, sowie Tierausbeutung im Allgemeinen. Mit dieser Besetzung und folgenden kraftvollen Aktionen, sollen jene gewarnt werden, die in Zukunft Pläne für Schlachthöfe oder Mastanlagen auf den Tisch legen.

Volxküche in Wietze

10.06.2010

Wir wollen jetzt jeden Donnerstag eine vegane Vokü veranstalten, es gibt dort leckeres veganes Essen gegen Spende, dazu ist immer eine Veranstaltung angedacht (z.B. Diskussionsrunden, Vorträge, Spieleabende ect.),diese beginnt um 19.00 Uhr

Seit fast 3 Wochen besetzt

11.06.2010

Seit nun 18 Tagen ist das Baugelände des geplanten Mega-Schlachthofes in Wietze besetzt.
Mit guter Unterstützung von Seiten der BI und der Bevölkerung nimmt das Camp immer mehr Gestalt an und bietet bei tollem Wetter eine Plattform zur Vernetzung des Widerstandes.

Doch nicht alle Menschen in Wietze und der Umgebung sind gut auf uns zu sprechen. So wurde schon mehrmals das Transparent am Eingang zerschnitten und geklaut, die Infotafel für Passant_innen und unser Briefkasten entfernt und auf’s Gelände gedrungen um dort mit Bierflaschen zu werfen und Zelte zu zerstören.

Die Polizei hingegen verhält sich vollkommen ruhig und bleibt bei ihrem Statement: „Wir machen momentan gar nichts.“

Wir freuen uns weiterhin über alle, die mit uns auf der Besetzung leben, einen vielseitigen, kreativen Protest organisieren und den Schlachthof verhindern wollen.

– Schlachthöfe blockieren, hier und überall –

Ein Monat Besetzung in Wietze

20.06.2010

Seit nunmehr einem Monat ist das Gelände des geplanten Hühnerschlachthofs in Wiezte bei Celle von Aktivist_innen besetzt. Pro Jahr sollen dort 135 Mio. Hühner getötet werden, damit wäre das der größte Schlachthof Europas.
Der Aufbau des Camps geht zügig voran und die Polizei lässt sich bei uns seit Wochen nicht blicken.

Infrastruktur:
Das Gelände ist ein nicht genutzes Gerstenfeld, welches direkt an schöne Wälder grenzt.
Es stehen bereits Hütten, ein Materialzelt, eine Küche, ein Tripod und viele Zelte. Doch dabei soll es nicht bleiben. Weitere Hütten,darunter eine große Gemeinschaftshütte und der Ausbau bestehender Hütten um weitere Stockwerke, sowie ein Beachvolleyballfeld und ein Pool/Schlammloch sind geplant.

Geplanter Schlachthof:
Die Firma Rothkötter möchte in Wietze einen zweiten großen Schlachthof in Deutschland bauen. Er soll mit 7,5 Hühnern pro Sekunde / 27.000 pro Stunde / 2.593.000 pro Woche / 134.784.000 pro Jahr der größte in Europa werden. Um dieses Vorhaben zu realisieren müssten mindestens 420 Großmastanlagen (ca. 40.000 Hühner), die in einem Umkreis von 150 km angedacht sind, gebaut werden; 3,3 Mio. Liter Grundwasser (ca. 2 x das Wietzer Freibad)pro Tag zu Verfügung gestellt werden und 600 LKWs am Tag pendeln können.
Rechtlich scheint es für viele Anwohner_innen schon klar zu sein, dass der Schlachthof gebaut wird. Doch ganz im Gegenteil. Zur Errichtung des Geflügelschlachthofs sind neun Genehmigungsverfahren erforderlich. Davon sind zwei Anträge noch gar nicht gestellt. Die anderen laufen zur Zeit nebeneinander bwz. zeitgleich. Scheitert auch nur eines dieser Genehmigungsverfahren sind alle anderen eventuell erteilten Genehmigungen wertlos!
Mehr im ersten indyartikel über die Besetzung:
http://de.indymedia.org/2010/05/282062.shtml

Verhältnis zur Bevölkerung:
Die Anwohner_innen sind in Sachen Schlachthof geteilter Ansichten.
Es gibt Befürworter_innen, die oftmals durch das Versprechen auf Arbeitsplätze motiviert sind.
Es gibt Schlachthofgegner_innen, die sehen, dass sich der Schlachthof auf kleinbäuerliche Betriebe zerstörerisch auswirken wird und kritisieren, dass die entstehenden Abwässer in die Aller geleitet werden sollen. Viele wehren sich gegen die Beinträchtigung des Stadtbildes durch Geruch, Lärm und Tiertransport und manche wehren sich gegen diese drastische Form der Tierausbeutung.
Im Gespräch mit den Anwohner_innen können durch die hohe Dialogbereitschaft auch tierbefreierische Aspekte eingebracht und diskutiert werden.
Leider kommt jedoch nur ein kleiner Teil auf das Feld, sodass Ausbaubedarf seitens der Mobilisierung von Anwohner_innen besteht.
Die lokale Bürgerinitiative gegen den geplanten Schlachthof, mit ihren fast 700 Mitgliedern eine der größten in Deutschland, konzentriert sich auf rechtliche Einsprüche, Beschwerden und Öffentlichkeitsarbeit. Geplant sind zudem gemeinsame Veranstaltungen.
Außerdem unterstützen uns einige Mitglieder regelmäßig durch Essenspenden, Wasserversorgung und viele andere Hilfestellungen.

Termine auf der Besetzung:

Skill-Sharing Camp:
Vom 9.Juli bis zum 11.Juli 2010 veranstalten wir ein Skill-Sharing Camp auf dem besetzten Feld. Fähigkeiten für Besetzungen sollen vermittelt und ausgetauscht werden. Dazu zählen beispielsweise der Tripod-Bau, Lock-on Techniken, Aktionsklettern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Oranisierung der benötigten Infrastruktur für Besetzungen. Aber auch Workshops über andere Formen direkter Aktionen, inhaltliches über Antispeziesismus odere anderes kann und soll angeboten werden.
Auf der Besetzung wird ein Programm für das Skill-Sharing Camp ausgearbeitet, dennoch lebt das Camp vor allem davon, dass Teilnehmer_innen sich einbringen und auch selbst Programm anbieten. Dies kann auch geren schon im vorhinein angekündigt werden.
Abgerundet wird das Wochenende durch leckeres veganes Essen und abendliches Kulturprogramm.

Aktionswoche:
Vom 31. Juli bis zum 8. August wird auf der besetzten Baufläche des Schlachthofes die Aktionswoche gegen die Schlachtindustrie stattfinden. Während der Aktionswoche sollen direkte, kreative und öffentlichkeitswirksame Aktionen gegen Europas größten geplanten Schlachthof durchgeführt werden. Diese wollen wir gemeinsam während der Woche planen. Parallel dazu werden Workshops und Vorträge über industrielle Tierausbeutung und Widerstandsformen stattfinden.
Programm jeglicher Art kann und soll natürlich von allen Teilnehmenden spontan oder länger angekündigt, angeboten werden. Über die gesamte Woche wird eine vegane Mitmach-Vokü das Camp bekochen und an einigen Abenden ist Programm in Form von Konzerten und ähnlichem geben.
Die Aktionswoche endet zum Wochenende hin in einem groß angelegten Vernetzungs-Treffen gegen Tierfabriken, zu dem die Bürgerinitiative (BI) in Wietze sämtliche BIs gegen Mastanlagen einläd und auch alle Aktivist_innen gegen Tierfabriken eingeladen sind. Auf dem Vernetzungstreffen soll es Zeit für alle Gruppen und Initiativen geben ihre Projekte oder lokalen Kämpfe vorzustellen und später soll mit der Methode Zukunftswerkstatt die Möglichkeit gegeben werden, sich persönlich zu vernetzen und konkrete gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Die Idee zu dem Vernetzungstreffen ist dadurch entstanden, dass es deutschlandweit hunderte Bürgerinitiativen gegen geplante Mastanlagen gibt, die jedoch oft nur lokal tätig sind und wenig von anderen Orten mitbekommen. Über eine bessere Vernetzung der BIs, aber auch antispeziesistischer Aktivist_innen soll auch der Widerstand insgesamt gestärkt werden.

Neue Bilder Vom Camp

20.06.2010

Angriff in Wietze

22.06.2010

Um die Besetzung gegen den Schlachthofbau anzugreifen, ruft eine Gruppe
Jugendlicher im Internet dazu auf sich am Mittwoch Abend um 23 Uhr zu
treffen. Bewaffnet wollen sie die Campbewohner überfallen, die Zelte
zerstören und den Turm stürzen.

„Am 23.6 stürmen wir das Schlachthof-Demo.-Lager in Wietze“ nennt sich die
über hundert Mitglieder starke Gruppe auf SchülerVZ. Ihr Schlachtruf zum
Angriff lautet “ Wer wird geknechtet? – Die Ackerkacker“, womit ihr Plan
„alles zu zerstören was nur geht“ und auf jeden Fall den Turm zu stürzen,
umgesetzt werden soll.
Bereits am letzten Spieltag der deutschen Nationalmannschaft kam es
seitens alkoholisierter, durch die Niederlage frustrierter Fußballfans zu
Angriffen, Morddrohungen und teilweise rassistischen Beschimpfungen.
„Wir rufen alle, egal ob für oder gegen den Schlachthof, dazu auf zum
Abendessen, spätestens jedoch nach dem Fußballspiel zum Camp zu kommen.
Denn hier geht es um mehr – ein friedlicher Protest darf nicht durch
Gewalt unmöglich gemacht werden. Durch zahlenmäßige Überlegenheit können
wir den Angriff verhindern.“, so der Besetzer S. Friedrich.

Uns gehts gut

24.06.2010

In der Nacht war es bis auf ein paar Böller (nicht auf Personen) ruhig, also sehr viel entspannter als in den letzten Nächten. Gleichzeitig fühlten wir uns durch die vielen Unterstützis sicher, vielen Dank euch allen!! Schön, dass auch einige davon länger bleiben, es kommen ja noch andere Nächte, jetzt müssen nicht mehr alle täglich Nachtwache schieben, was eine große Erleichterung ist. Toll, dass die Besetzung wächst und wir Zeit haben, Aktionen zu planen und auch umzusetzen!

Aktionswoche und Skill-Sharing-Camp im Juli und August angekündigt

07.07.2010

9.Juli bis 11.Juli 2010 – Skill-Sharing Camp auf dem besetzten Feld:
Fähigkeiten für Besetzungen sollen vermittelt und ausgetauscht werden. Dazu zählen beispielsweise der Tripod-Bau, Lock-on Techniken, Aktionsklettern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Oranisierung der benötigten Infrastruktur für Besetzungen. Aber auch Workshops über andere Formen direkter Aktionen, inhaltliches über Antispeziesismus odere anderes kann und soll angeboten werden.
Auf der Besetzung wird ein Programm für das Skill-Sharing Camp ausgearbeitet, dennoch lebt das Camp vor allem davon, dass Teilnehmer_innen sich einbringen und auch selbst Programm anbieten. Dies kann auch geren schon im vorhinein angekündigt werden.
Abgerundet wird das Wochenende durch leckeres veganes Essen und abendliches Kulturprogramm.

31. Juli bis 8. August – Aktionswoche gegen die Schlachtindustrie auf der besetzten Baufläche:
Während der Aktionswoche sollen direkte, kreative und öffentlichkeitswirksame Aktionen gegen Europas größten geplanten Schlachthof durchgeführt werden. Diese wollen wir gemeinsam während der Woche planen. Parallel dazu werden Workshops und Vorträge über industrielle Tierausbeutung und Widerstandsformen stattfinden.
Programm jeglicher Art kann und soll natürlich von allen Teilnehmenden spontan oder länger angekündigt, angeboten werden. Über die gesamte Woche wird eine vegane Mitmach-Vokü das Camp bekochen und an einigen Abenden ist Programm in Form von Konzerten und ähnlichem geben.
Die Aktionswoche endet zum Wochenende hin in einem groß angelegten Vernetzungs-Treffen gegen Tierfabriken, zu dem die Bürgerinitiative (BI) in Wietze sämtliche BIs gegen Mastanlagen einläd und auch alle Aktivist_innen gegen Tierfabriken eingeladen sind. Auf dem Vernetzungstreffen soll es Zeit für alle Gruppen und Initiativen geben ihre Projekte oder lokalen Kämpfe vorzustellen und später soll mit der Methode Zukunftswerkstatt die Möglichkeit gegeben werden, sich persönlich zu vernetzen und konkrete gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Die Idee zu dem Vernetzungstreffen ist dadurch entstanden, dass es deutschlandweit hunderte Bürgerinitiativen gegen geplante Mastanlagen gibt, die jedoch oft nur lokal tätig sind und wenig von anderen Orten mitbekommen. Über eine bessere Vernetzung der BIs, aber auch antispeziesistischer Aktivist_innen soll auch der Widerstand insgesamt gestärkt werden.

Tothkötter vs. Rothkötter

12.07.2010

Am Mittwoch den 7.07.2010 um 17:00 Uhr traf sich der Wietzer Rat in der Grund-,Haupt- und Realschule Wietze um verschiedene Themen abzuhandeln. U.A. wurden letzte ausstehende Faktoren die der Genehmigung des Bauvorhabens im Wege standen vom Tisch gefegt. Dies war der letzte öffentliche Termin vor der Vertragsunterzeichnung.

Nach dem wir am Dienstag den 6.07.2010 um 17:00 Uhr bei einer Veranstaltung vom Infrastruktur-Ausschuss waren und dort mit MarsTv und einer Person im Hühnerkostüm auftauchten um uns mit in die Veranstaltung einzubringen, erschienen wir auch zum Termin am Mittwoch. Diesmal dem Anlass entsprechend im chicen Zwirn, um den lieben Rothkötter*innen und Ratsmarionett*innen unsere ungebrochene Zustimmung mitzuteilen!
Als Herr Tothkötter, Frau Superwichtig und weitere betraten wir, mit Akten unterm Arm und mit angemessener Verspätung, den Raum, hielten verschiedene Schilder(„Geld“,“Profit“,…)hoch, fächerten uns mit Monopoly-Geldscheinen Luft zu und feierten die Menschen aus dem Rat. Komischer Weise waren sie damit auch nicht ganz zufrieden.
Wir wurden etliche Male verwarnt, später dann von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Vor der Tür tanzten wir und sangen lautstark Lieder, was in der Schule wohl gut zu hören war.

Bericht über Skillsharing-Camp

13.07.2010

Vergangenes Wochenende, vom 9. bis zum 11. August fand in Wietze, auf der Besetzung gegen Europas größten geplanten Geflügelschlachthof ein Skillsharing-Camp statt. Ziel war es Fähigkeiten zu vermitteln die mensch braucht für eine Platzbesetzung, Blockadeaktionen aller Art, oder für den Widerstand allgemein, um so ein empowerment, eine Selbstermächtigung von unten zu stärken.

Mit etwa 50 TeilnehmerInnen lag die Beteiligung etwa im Rahmen der Erwartungen der Vorbereitungsgruppe. Trotz der Hitze war das Wochenende recht produktiv. Es fanden Workshops statt über offensive Prozessführung, Blockadetechniken, Turmbau und mehr. Blockadevorrichtungen wurden erbaut, so wurde zum Beispiel ein zweiter Turm hochgezogen, der den bisherigen nun um einiges überragt. Es wurde über einen Umgang mit einer möglichen Räumung diskutiert, und eine Vernetzung von Menschen aus verschiedenen Spektren fand statt.

Die recht große Beteiligung zeigte auch, dass die Besetzung und der Widerstand gegen die Anlage inzwischen von vielen Menschen und Gruppen aus den verschiedensten Städten und politischen Spektren getragen und unterstützt wird. Diese breite Beteiligung ist auch dringend nötig und gerechtfertigt. Denn der geplante Schlachthof in Wietze bestätigt nicht nur durch die Zahlen und die unvorstellbare Größe (7,5 geschlachtete Hähnchen pro Sekunde) die Unverantwortlichkeit der PlanerInnen und eines auf Speziesismus und Kapitalismus beruhenden Systems, sondern bedeutet auch die komplette Umgestaltung einer gesamten Region für die industrielle Hähnchen-Großproduktion. So müssen für die Auslastung des Schlachthofes 420 Großmastanlagen entstehen mit je 400 000 Hähnchen – im Umkreis von 100 Kilometern zum Schlachthof. 420 Großanlagen, welche jede für sich eine unvorstellbare Dimension an tierischem Leid mit sich bringt – gequält von der ersten bis zur letzen Sekunde ihres Lebens, nur geboren um in möglichst kurzer Zeit für möglichst wenig Kosten geschlachtet werden zu können. 420 Anlagen, welche jede für sich Gestank und viel Verkehr mit sich bringt, und so die Lebensumstände der AnwohnerInnen massiv verschlechtert, und zudem durch den Geflügelkot die gesamte Umgebung mit Ammoniak verseucht – Felder, Grundwasser, Regen, Flüsse, bis zur Mündung ins Meer,… Hinzu kommt, dass durch den entstehenden Feinstaub Gesundheitsrisiken für die AnwohnerInnen entstehen.

Um diese Auswirkungen alle zu verhindern ist der Schlachthof ein geeigneter Angriffspunkt. Mit ihm steht und fällt dieser Wahnsinn. Und genau jetzt ist die Zeit für den Widerstand. Denn die Betreiberfirma Rothkötter will das Gelände schon in den nächsten Tagen kaufen und Anfang August bereits mit dem Bau beginnen. Das alles wurde letzte Woche auf einer Stadtverordnetenversammlung – unter kreativem Protest der GegnerInnen – beschlossen. Obwohl noch nicht alle Genehmigungen zum Bau durch sind will Rothkötter nun einfach mal Anfangen – das Kalkül: Ein Projekt in das bereits soviel investiert wurde, wird keine Stelle mehr absägen.

Durch diese Entwicklung ist eine Räumung des Camps nun jederzeit möglich. Kommt deshalb zahlreich und so schnell wie möglich auf die Besetzung. Die Aktionswoche vom 30. Juli bis 8. wird in jedem Fall stattfinden. Im Falle einer Räumung werden die BesetzerInnen sich um einen Ausweichsort bemühen.

Räumungstermin bekannt

14.07.2010

Aus einer vertrauenswerten Quelle wurde uns der Termin für die Räumung der Feldbesetzung in Wietze bekannt. Zwischen dem 15. und dem 23. Juli soll diese stattfinden. Also ab morgen. Die BesetzerInnen rufen dazu auf, auf das Feld zu kommen und gemeinsam die Räumung zu verhindern, wie das vor wenigen Wochen bei der geplanten Räumung des AZs in Köln auch erfolgt ist.

Der Unterschied ist hier nur, dass Rothkötter schon ab Anfang August mit dem Bau von Europas größtem Geflügelschlachthof beginnen will. Um dieses Wahnsinnsprojekt zu verhindern ist jetzt der richtige Zeitpunkt um den Widerstand in die Breite zu tragen. Mit vielen Menschen der Räumung entgegentreten, vielerorts direkte, kreative und solidarische Aktionen gegen den Schlachthof machen. Denn wenn dieser Schlachthof erstmal gebaut wird, werden auch die 420 Massentierhaltungsanlagen zu je 400 000 Hähnchen gebaut werden die der Schlachthof benötigt um ausgelastet zu sein.

Egal ob es um das Millionenfache quälen und verachten von Lebewesen geht, welches durch dieses Projekt entsteht, um die Umweltauswirkungen vor Ort, durch die Verseuchung der gesamten Umgebung mit Ammoniak, oder um die globalen Umweltauswirkungen, zum Beispiel durch die Vernichtung von Regenwäldern für den Anbau von Sojaplantagen, oder um die Verminderung der Lebensqualität der AnwohnerInnen durch Gestank und Verkehr, dieses Projekt ist in jeder Hinsicht der reine Irrsinn. Wer zur Räumung keine Zeit hat kann auch zur Aktionswoche kommen, welche auch trotz der Räumung noch stattfinden wird, vom 30 Juli bis zum 8. August. Um einen Ausweichsort wird sich noch gekümmert.

Kommt zur Räumung und stellt euch diesem Projekt in den Weg, überlegt euch Blockadeformen, oder andere Aktionen. Streut die Informationen über den Bau des Schlachthofes und den Widerstand. Greift Massentierhaltungsanlagen vor Ort an. Werdet kreativ, werdet direkt!

Anzeige gegen Besetzis

21.07.2010

Gestern kam es in den Morgenstunden erneut zu Auseinandersetzungen mit Vermessungsbeamten – das Resultat waren Handgreiflichkeiten und eine Festnahme.

Nach einem kurzem Besuch der Polizei, die ankündigte, dass im Laufe des Tages Vermessungsarbeiten für die geplante Schlachtfabrik stattfinden würden, trafen die dafür zuständigen Beamten kurz darauf ein.

Nach anfänglichen verbalen Auseinandersetzungen wurde einer der Beamten handgreiflich gegenüber einigen Besetzis, die die Arbeiten verhindern wollten. Nicht nur beiseite drängen, sondern auch Faustschläge ( die glücklicherweise immer ins Leere gingen) waren dem agressiven Vermessungsbeamten recht, um seine Arbeit zu vollenden.
Nach dieser Situation rückten zwei Polizisten an, die sogleich einen Besetzi festnahmen und Strafanzeige wegen Nötigung stellten.

Stand der Dinge

25.07.2010

Um Euch kurz auf dem Laufenden zu halten:
Noch immer steht die Besetzung!
Wir sind nicht wie vermutet zwischen dem 15. und dem 23. Juli geräumt worden. Weiterhin rechnen wir jeden Tag mit der Räumung, arbeiten aber auch an den Vorbereitungen zur Aktionswoche und freuen uns über jede Unterstützung!

Aktionswoche vom 30.7.–8.8.2010
26.07.2010
Achtung, aufgepasst! Vom 30.7 bis zum 8.8 findet eine Aktionswoche zum geplanten Bau der Megaschlachtfabrik statt.

Dabei soll die geplante Schlachtfabrik in Wietze im Mittelpunkt der Aktionen stehen, weitere angrenzende Gebiete sollen allerdings auch behandelt werden. So erwarten euch neben Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Aktionen zu Antispe und Wietze-Besetzung auch allerlei Input zu „Rechter Ökologie“, Gentechnik und Aktionsformen.
Ziel der Woche soll der gebündelte Widerstand gegen den Bau der Schlachtfabrik, ihre sozialen und ökoligischen Folgen und gegen Tierausbeutung generell sein.
Gemeinsam wollen wir vielfältige und kreative Aktionen durchführen, Widerstand leben und erleben und Rothkötter ein für alle mein zeigen, dass er sich vom Acker machen soll.

Nebenbei soll die Aktionswoche auch zur Vernetzung verschiedener Aktivist_innen dienen, die gemeinsam Aktionen planen, vegan kochen oder einfach den Camp-Alltag organisieren können.
Auch eine Vernetzung mit Bürgerinitiativen die im Zusammenhang mit Mastanlagen und Schlachthöfen existieren, ist für das Wochenende vom 7.8 zum 8.8. geplant.

Bitte bringt nach Möglichkeit Besteck,Geschirr und Zelt/e selbst mit.

Wichtig: Die Aktionswoche wird auch im Falle einer Räumung des Geländes auf einer Ersatzfläche in Wietze stattfinden!

( weitere Infos zur Aktionswoche auch nochmal im Beitrag vom 7.Juli „Aktionswoche und Skill-Sharing Camp“ )

Konzert am Samstag

05.08.2010

Flyer zum Konzert Im Rahmen der Aktionswoche gibt es am Samstag, den 7.8. ab ca. 17 Uhr auf dem besetzten Feld ein Soli-Konzert. Es spielen Alarmsignal (Punk aus Celle) (ab 19 Uhr) und Punk aus Hannover, außerdem gibt es Lyrik gegen das Schlachten.
Begleitend gibt es VoKü und Getränke.
Es gibt natürlich, schließlich ist es eine Besetzung, die Möglichkeit zu übernachten. Am besten bringt ihr dafür Zelt, Isomatte und Schlafsack mit.
Spenden jeglicher Art sind willkommen.

Aliens zu Gast in Wietze

06.08.2010

Von einigen Bewohnis des Planeten Veganus erhielten wir am 05.08.10 folgenden Brief:

Na so hätten wir uns euren Planeten nicht vorgestellt. Während unseres kurzen Aufenthalts hier in Wietze, der keineswegs beabsichtigt war, erkannten wir schnell, dass es für uns Bewohnis des Planeten Veganus mit der Nahrungsbeschaffung im Vergleich zum Gewohnten nicht besonders einfach zu sein scheint.
Wir entdeckten einen begehbaren Klotz namens Supermarkt voller Dinge in bunten Farben. Angeblich fast alles Nahrung, sagten die Erdbewohnis, die ihre Transporthilfen damit füllten. Sogar das Fleisch und die Muttermilch anderer Erdbewohnis galten als ess- und trinkbar. Bei allen guten Vorsätzen: Dies zu verstehen gelang uns nicht. Also was war so super an diesen Markt? Statt uns unsere vielen Fragen zu beantworten wollten sie, dass wir gehen. Sie wollten sogar ein sogenanntes Polizei holen. Wir waren uns nicht ganz sicher, wie wir das zu verstehen hatten und suchten verwirrt das Weite. Wenige Meter weiter, stand ein weiterer sogenannter Supermarkt. Dort wollten sie sofort dieses Polizei-Ding holen. Hungrig und noch immer voller Fragen zogen wir weiter…


Wir landen in Wietze…

…und entdecken diese Klötze

Nahrung oder nicht Nahrung?

Wir fragen nach…

Die Antwort ist schockierend…

Kunstwerk

08.08.2010

Bei uns entsteht zur Zeit ein Kunstwerk. Für dieses gibt es unterschiedliche Interpretationsansätze, welche in den kommenden Tagen vervollständigt werden werden.

Hier ein erster Einblick:

Interpreationsansätze:

* vielfältige Überwindung von Grenzen, kreativ verknüpft
* leben im Zentrum des Wirrwarrs