Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Ankündigung: Diese Woche Spitzel-Vorträge in Berlin und in Leipzig

Das Interesse an Informationen über die Enttarnung des Spitzels Ralf Gross ist recht groß: Vorträge dazu gab’s bereits in Braunschweig, Hannover, Göttingen, Hamburg und Lüneburg. In dieser Woche werden Veranstaltungen zum Thema in Ostdeutschland folgen:

Mittwoch, 12. März: Berlin | organisiert von der BerTA | Infos
Donnerstag, 13. März: Leipzig | organisiert von die tierbefreier*innen | Infos

Spitzel-Vortrag in Leipzig | Ralf Gross

Aufruf zur Beteiligung an der Bundesweiten Antirepressionsdemo am 22. März in Berlin

Für den 22. März rufen viele verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zum Aktionstag gegen Überwachung, Kontrolle, Ausgrenzung und alle anderen Formen von Repression auf. Wir als Aktivist_innen der Wietze/n Kampagne und Betroffene der Bespitzelung durch die V-Person Ralf Gross schließen uns diesem Aufruf an!
Die Wietze/n-Kampagne richtet sich gegen Tierfabriken in Niedersachsen und kämpft insbesondere für die Schließung der Schlachtfabriken von Rothkötter in Wietze bei Celle und von Wiesenhof in Wietzen bei Nienburg. Dabei kommen vielfältige Aktionsformen zum Einsatz, die sich gegen Tierausbeutung, aber auch gegen Staat und Kapital wenden. Wir sehen die Fleischindustrie im Zusammenhang eines unerträglichen Wirtschaftssystem und versuchen das einer breiten Öffentlichkeit deutlich zumachen. Flucht und Vertreibung durch die Futtermittelindustrie und dem Klimawandel, wozu die Industrie weitgehend beiträgt, Export von billigen Fleischteilen stellt nur einen Kausalzusammenhang dar. Furchtbare Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung in den Schlachtfabriken, Zerstörung von kleinbäuerlichen Strukturen – das alles steht im Zusammenhang und ist Teil des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Deshalb sollten wir die Kämpfe nicht als von einander getrennt betrachten – sondern die Zusammenhänge begreifen und uns gemeinsam dagegen stellen! (mehr…)

Spitzel – Thema im Innenausschuss und bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig

Wie das NDR berichtet wird seit Donnerstag gegen Ralf von der Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt.
Hier der Bericht: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/tierrecht101.html

Außerdem war das Thema V Personen und „militanter Tierschutz“ am Donnestag Thema im Innenausschuss. Leider wurde zu beginn der Sitzung erneut darüber abgestimmt ob die Sitzung öffentlich sein soll. Die Entscheidung viel auf Nein, so dass die betroffenen Aktivist_innen die extra angereist waren, sowie der Presse den Saal wieder verlassen mussten.

„So ist das in dieser Demokratie – da sprechen irgentwelche vermeitlichen Vertreter_innen über den Einsatz von Spitzeln. Die Leute die betroffen waren und vielleicht wirklich was dazu sagen könnten, werden ausgeschlossen.“ kommentiert Feli M., eine der Aktivistinnen.

Bezug genommen wurde bei dem Tagungsordnungspunkt auf eine Antwort des Innenministers BorisPistorius (SPD) auf eine Kleine Anfrage der CDU zu militantem Tierschutz in Niedersachsen. Die Findet ihr hier:
http://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_17_2500/1001-1500/17-1183.pdf

Demonstration gegen Überwachung und Tierfabriken

Am 08.02.2014 sammelten sich in der Hannoveraner Innenstadt ca. 150 Menschen zu einer Demonstration unter dem Motto „Gegen Überwachung und Tierfabriken“. So wurde nochmals auf die Aufdeckung des Polizeispitzels Ralf Gross aufmerksam gemacht und die Möglichkeit gegeben Solidarität mit den betroffenen Aktivist_innen zu zeigen.

Diese kam unter anderem aus Wien von der Basisgruppe Tierrechte und ihren Unterstützer_innen, die in einem Grußwort folgendes verfassten: „In Zeiten wie diesen haben wir, hier in Wien, gelernt, dass es kaum eine Frechheit gibt, der sich der repressive Staat nicht erlaubt. Seien es Einbrüche in unsere Wohnungen oder bezahlte Spitzel. Was der Staat aber nie geschafft hat zu brechen, ist die Solidarität unserer Freund_innen und Mitstreiter_innen, die sich für eine Welt ohne Gewalt, ohne Knäste und ohne Schlachtungen einsetzen“.

Nachdem sich die Demo in Bewegung setzte wurde mit mehreren Redebeiträgen beispielgebend über Tierfabriken in Niedersachsen, Repression gegen soziale Bewegungen und Erfahrungen mit den Spitzeln der Polizei informiert. Aus der Innenstadt heraus ging die Demonstration an den verschiedenen Sitzen einiger Akteure von Repression und Agrarindustrie, wie dem Innen- und Landwirtschaftsministerium vorrüber und endete letztendlich vor dem Landeskriminalamt am Schützenplatz.

Das bewegungsübergreifende Solidarität mehr als wichtig für von Repression betroffene Menschen ist wird auch vor dem LKA in einem Redebeitrag noch einmal deutlich formuliert: „Eins lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, wenn wir die vielen Kämpfe für eine befreite Gesellschaft weiterhin isoliert voneinander betrachten und uns der Repression nicht gemeinsam in den Weg stellen, wird es ihnen leicht fallen diese Kämpfe einzeln zu zerschlagen.“

Demo in Hannover

Die gestriege Demonstration in Hannover zog mit ca. 150 Menschen kraftvoll durch die Innenstadt, zum Landwirtschaftsministerium, Innenministerium und endete schließlich vorm LKA.

Vielen Dank an Alle die diese Demonstration unterstützt haben.
Ein ausführlicherer Bericht mit Bildern wird die nächsten Tage folgen.

Stellungnahme zur aktuellen Berichterstattung über den LKA-Spitzeleinsatz des Ralf Gross‘

Mit großem Interesse haben wir die Medienberichterstattung über die Enttarnung der V-Person Ralf Gross, die sich in Zusammenhänge der Tierbefreiungsbewegung einschleichen konnte, verfolgt. Die breite – in der Tendenz kritische – Öffentlichkeit zu dem Thema hat uns gefreut und wir hoffen durch die Veröffentlichung tiefgreifendere Debatten angeregt zu haben. (mehr…)

V-Mann enttarnt: Stellungnahme der Kampagne LPT-Schließen

In Braunschweig wurde unlängst ein V-Mann des LKA Niedersachsen enttarnt. Ralf Gross knüpfte im Frühjahr 2012 Kontakte zu AktivistInnen der Proteste gegen die Schlachtfabriken und den Aufbau von Mastanlagen in Norddeutschland. In den nächsten anderthalb Jahren nahm er an einer Vielzahl Protestaktionen und Planungstreffen teil und leitete Informationen an staatliche Stellen weiter. Gross interessierte sich darüber hinaus für weitere Kampagnen der Tierrechtsbewegung und offenbar auch für umweltpolitische Initiativen und Anti-Nazi-Proteste. Im Oktober vergangenen Jahres beteiligte er sich auch an einer mehrtägigen Protestaktion der Kampagne LPT-Schließen gegen die Ausbeutung von Tieren durch das Hamburger Tierversuchsunternehmen LPT. (mehr…)

Infoveranstaltungen zur Spitzel- Enttarung

Spitzel enttarnt! Infoveranstaltung
- 03.02. in der Korn in Hannover, 20 Uhr.
- 04.02. im Juzi in Göttingen, 21.30 Uhr
- 06.02. in Braunschweig im Nexus, 20Uhr.
- 15.02. in Hamburg im Cafe Knallhart, Im Rahmen der Tierbefreiungs-Vokü. Essen ab 19 Uhr, Vortrag ab 19:30.
- 18.02. in Braunschweig im Rahmen des Offenen Antifa Treffens im Antifa Cafe 19.00 Uhr
- 07.03. in Lüneburg im Infocafe Anna und Arthur

Ende 2013 wurde der Spitzel Ralf Gross enttarnt. Eineinhalb Jahre war er undercover in Tierbefreiungs- und anderen linken Zusammenhängen unterwegs. Seit dem 26.1. ist es nun öffentlich.
In einer Infoveranstaltung wollen wir euch vorstellen, wie Ralf in die Szene kam, wie er sich verhalten hat und wie er letztendlich geoutet wurde. Zudem wollen wir kurz die Kampagnen vorstellen, in die er sich eingeschlichen hat, und gemeinsam versuchen ein Fazit aus dem Fall Gross zu ziehen. „Wie können sich Zusammenhänge davor schützen?“ – eine wichtige Frage, die wir gemeinsam diskutieren wollen. Dabei wollen wir auch einen Blick in die Medien und ihre Reaktion auf die Enttarnung werfen. Spitzel hat es schon immer in der Linken gegeben und wird es vermutlich immer wieder geben. Um uns davor zu schützen, sollten wir nach solchen Fällen einen möglichst breiten Austausch schaffen.

Außerdem wollen zur Demo am 8.2. aufrufen.

Die Veranstaltung machen Aktivist_innen der Wietze/n-Kampagne, die selbst vom Spitzelfall betroffen waren.

Wenn ihr auch eine Verasnatltung organisieren wollt in eurer Stadt, meldet euch gerne.

8.2. Demo in Hannover

Am 8.2. wird es anlässlich der Spitzelenttarnung eine Demo in Hannover geben. Vom Steintor soll es über den Bahnhof, Kröpcke, am Landwirtschaftsminesterium bis zum LKA gehen.
Weitere Infos findet ihr hier

Spitzel enttarnt


In Braunschweig ist Ende 2013 der Spitzel Ralf Gross enttarnt worden, der seit Frühjahr 2012 dortige Zusammenhänge infiltriert hat. Im Mittelpunkt seines Einsatzes stand offensichtlich die Kampagne gegen die Schlachtfabriken in den niedersächsischen Orten Wietze und Wietzen (Wietze/n-Kampagne). Gross interessierte sich aber auch für weitere Kampagnen der Tierbefreiungsbewegung, die Waldbesetzung im Hambacher Forst, überregionale Anti-Repressions- und lokale Antifa-Strukturen.

Im folgenden ist aufgeführt, wie Gross sich Stück für Stück in die Szene einschlich, wie er auftrat und was an ihm auffiel. Daran schließt eine Schilderung seiner Enttarnung und eine Einschätzung des Falls an.
(mehr…)

Polizei versuchte, Informanten in der Tierbefreiungsszene anzuwerben

Wietze. Sicherheitsbehörden haben offenbar im Oktober 2013 versucht, Informanten in der niedersächsischen Tierbefreiungsszene anzuwerben. Wie kürzlich bekannt wurde, bekam ein Gegner der Rothkötter-Schlachtfabrik in Wietze (Celle) im September Besuch von zwei Polizeibeamten: In zwei Wohngemeinschaften in Celle und Salzwedel sollte Alex M. sich einschleusen, Kontakte knüpfen und so viele Informationen wie möglich an die Polizei weiterleiten. Vor allem am Widerstand gegen die umstrittene Schlachtfabrik waren die Ordnungshüter interessiert. Für seine Dienste versprachen sie Alex M. eine entsprechende Entlohnung. (mehr…)

Tierrechtler blockieren Tönnies-Schlachthof

Pressemitteilung von die Tierbefreier e.V.

Rheda-Wiedenbrück. Am Samstag blockierten rund 30 Tierrechtler friedlich
den Megaschlachthof des Fleischriesen Tönnies Lebensmittel. Um 12 Uhr
begann die Blockade der Aus- und Zufahrt. Kurz darauf ketteten sich
einige Demonstranten an LKWs, die das Grundstück verlassen wollten. Die
Blockade wurde um 19.30 Uhr von der Polizei aufgelöst und war um 20 Uhr
beendet. (mehr…)

Anschlag auf Bochumer Schlachthof-Fuhrpark

Pressemitteilung von die Tierbefreier e.V.

Am frühen Sonntagmorgen brannten drei Lkw auf dem Gelände vom
Schlachthof Krümmel in Bochum. Die Fahrzeuge wurden vorab mit „Fleisch
ist Mord“ und „ALF“, kurz für Animal Liberation Front, besprüht und
brannten vollständig aus. Ein Bekenner_innenschreiben liegt bisher nicht
vor. (mehr…)

Aufenthaltsverbote rechtswidrig

Pressemitteilung vom 25.11.2013

Bild

Aufenthaltsverbote rechtswidrig

Gegner_innen der Rothkötter-Schlachtfabrik dürfen wieder nach Wietze

Nach einem dreimonatigen Eilklageverfahren gegen ein Aufenhaltsverbot rund um die Schlachtfabrik im niedersächsichen Wietze (Landkreis Celle) wurde den fünf Umwelt- und Tierbefreiungsaktivist_innen Recht gegeben. Das Verwaltungsgericht Lüneburg erklärte das Vorgehen der Gemeinde Wietze und der Polizei Celle für rechtswidrig.

Wenige Tage vor der Großdemonstration “Wir haben Agrarindustrie satt”, während der am 31. August die Rothkötter-Schlachtfabrik im niedersächischen Wietze (Landkreis Celle) mit Menschenketten eingekreist wurde, wurden die halbjährigen Aufenthaltsverbote erteilt. Zudem wurde ihnen ausdrücklich untersagt, an der Großdemonstration teilzunehmen.

Das nun aufgehobene Aufenthaltsverbot hat es in sich: Bereits am 3. Juni saßen Vertreter_innen der Gemeinde Wietze, des Landkreises Celle, der Polizeiinspektion Celle und der Firma Celler Land Frischgeflügel zusammen, um unter anderem darüber zu sprechen, wie diejenigen von der Demonstration ausgeschlossen werden können, die sie als “die Extremisten unter den Aktivisten” sehen ¹. Unverhohlen wurde sogleich die PI Celle damit beauftragt, Gefahrenprognosen zu erstellen, die für ein Aufenthaltsverbot reichen würden.

Das Verwaltungsgericht Lüneburg (Aktenzeichen: 6 B 40/13) erklärte das Aufenthaltsverbot nun für sowohl formell als auch “materiell” (inhaltlich) rechtswidrig. Formell rechtswidrig, weil es vermeintlich um die Verhinderung von Straftaten ging, und somit die Polizei zuständig gewesen wäre. Materiell rechtswidrig zum einen, weil in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aus Artikel 8 GG nur auf Grundlage des Versammlungsgesetzes und nicht, wie hier, auf Grundlage des Polizeigesetzes eingegriffen werden darf; und zum anderen, weil das Verbot – selbst, wenn es an sich rechtmäßig gewesen wäre – viel zu lange gegolten hätte.

Philipp, der nun wieder nach Wietze darf, meint:

Für mich war die ganze Zeit klar, dass das, was die Gemeinde Wietze da gemacht hat, nicht dem geltenden Recht entspricht. Und von der Polizei sind wir gewaltvolles Handeln ja schon von vielen Demonstrationen und Aktionen gewohnt.

Bezüglich der Einschätzung zur Motivation hinter der Repression ergänzt sein Mitstreiter Karl-Caspar:

An dem Beispiel unseres Aufenthaltsverbotes lässt sich deutlich erkennen, zu welchen – wenn’s sein muss, eben auch illegalen – Mitteln Behörden zu greifen bereit sind, wenn es darum geht, die Profitinteressen eines Konzerns und damit auch ihre eigenen, zumindest potenziellen Steuerquellen zu schützen. Unsere Interessen, zu demonstrieren und sich frei zu bewegen, gelten dagegen nichts. Ganz zu schweigen von denen der betroffenen Hühner.

Die ebenfalls Betroffenen Aktivist_innen Isabell und Andre schauen nach vorne:

Heute Abend ab 18 Uhr werden manche von uns an der Mahnwache der Wietzer Bürger_innen-Initiative am Schlachthof-Kreisel teilnehmen. Wir würden uns freuen, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen; sei es über erfahrene Repressionen oder Möglichkeiten des gemeinsamen Widerstands.

¹ siehe Vermerk der Gemeinde Wietze vom 3.6.2013 und Vermerk des LK Celle vom 5.6.2013

Pressemitteilung zum Aufenthaltsverbot
taz-Artikel zum Aufenthaltsverbot

Proteste gegen die Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“

Unter dem Motto „Grüne Woche demaskieren“ ruft ein Aktionsbündnis von Aktiven verschiedener Gruppen dazu auf, „entschlossenen Protest und Widerstand gegen das heutige Landwirtschafts- und Ernährungssystem am Messegelände in Berlin auszudrücken“. In ihrem Aufruf heißt es weiter:

Warum gegen die Grüne Woche?

Als weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau steht und wirbt die Grüne Woche für all jene skrupellosen, tierfeindlichen und unökologischen Seiten des kapitalistischen Landwirtschaftssystems, gegen die Millionen Menschen überall auf dem Planeten seit Jahrzehnten und Jahrhunderten gemeinsam kämpfen.

Zum Blog mit weiteren Infos geht es hier:
www.gruenewoche.blogsport.de

Fotos von der Demo am 28.10. in Wietze

URTEIL OHNE VERURTEILTE

Ver­gan­ge­nen Don­ners­tag, den 24.​10.​2013, fand der Pro­zess gegen vier
mut­maß­li­che Schlacht­fa­brik­blo­ckie­rer/innen am Amts­ge­richt Strau­bing statt. Den An­ge­klag­ten wurde vor­ge­wor­fen, sich an einer Blo­cka­de der Wie­sen­hof­schlacht­fa­brik bei Bogen am 9. März die­sen Jah­res be­tei­ligt zu haben, indem sie sich an meh­re­re Be­ton­fäs­ser ket­te­ten.
Die An­kla­ge­punk­te lau­ten Haus­frie­dens­bruch, Nö­ti­gung und Kör­per­ver­let­zung.

Das Rechts­sys­tem ver­sucht Mis­stän­de, wie tag­täg­li­che Aus­beu­tung und Tö­tung von Tie­ren, und le­gi­ti­me Pro­tes­te da­ge­gen durch ein Ge­richts­ver­fah­ren zu kri­mi­na­li­sie­ren und schützt damit Kon­zer­ne wie Wie­sen­hof, wel­che ihre wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen über Be­dürf­nis­se von Men­schen und Tie­ren stel­len. Dies woll­ten die vier An­ge­klag­ten und das Bünd­nis MAST­AN­LA­GEN WI­DER­STAND in dem gest­ri­gen Pro­zess unter an­de­rem zur Spra­che brin­gen, da sie sich klar gegen Aus­beu­tung, Un­ter­drü­ckung und Hier­ar­chi­en stel­len. (mehr…)

Demonstration vor Rothkötter Schlachtfabrik in Wietze

Derzeit findet in Wietze vor der Schlachtfabrik des Fleischkonzerns Rothkötter eine Demonstration statt. AktivistInnen sind vor Ort um lautstark ihren Protest gegen die Tierausbeutungsindustrie deutlich zu machen. Bereits zuvor kletterte ein Aktivist auf das Dach eines eintreffenden Tiertransporters und wurde dadurch auf das Werksgelände gefahren. Die Person befindet derzeit immer noch dort.

Wie seit kurzem bekannt ist, hat der Mega-Fleischkonzern Rothkötter neue Pläne, um die fehlenden 400 Mastanlagen zu ersetzen. Geplant wird eine Mega-Mastanlage in Groß Haßlow (Brandenburg). Dabei handelt es sich um ein Partnerprojekt zwischen Rothkötter und Fortwengel, die noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen wollen. Letztendlich sollen in der Mastanlage 380.000 Hühner gemästet werden. „Offensichtlich reagiert der zweitgrößte Geflügelkonzern auf den fehlgeschlagenen Plan, 400 Mastanlagen im Umkreis anzuwerben, und baut nun in Brandenburg, wo mit Widerstand kaum zu rechnen ist,“ mutmaßt eine Aktivistin, die heute Teil der Demo ist.

„Wir wollen mit der Kundgebung heute zeigen, dass sie mit dieser Einschätzung falsch liegen. Widerstand wird es geben, egal wo Rothkötter die Tierausbeutungsindustrie erweitert. Deswegen stehen wir hier heute vor der Schlachtfabrik!“ begründet Marta die Eilkundgebung. Die Kundgebung wird sich auf ein Viertel des Verkehrskreisels beschränken, da einige der Teilnehmer_innen von einem halbjährigen Aufenthaltsverbot rund um die Schlachtfabrik betroffen sind.

„Nach meiner Wahrnehmung versuchen Rothkötter und die Polizei gerade die Bewegung zu spalten. Das wird unter anderem durch das Aufenthaltsverbot deutlich. Gegen dieses Aufenthaltsverbot klagen wir gerade und für mich
ist die Kundgebung morgen auch eine Möglichkeit, dieses absurde Verbot zu thematisieren.“ sagt André M.

Update 11:45 Uhr: Die Blockade des Tiertransporters wurde durch die von Rothkötter beauftragte Sicherheitsfirma beendet. 2 Personen befinden sich derzeit in Gewahrsam. Die Kundgebung geht weiter und es sind noch ca. 15 Menschen vor Ort die lautstark protestieren. Interessanterweise wurde ein erhöhtes Polizeiaufgebot in der Nähe des Ortes Wietzen festgestellt.

Update ca. 14.00 Uhr: Die beiden Aktivisten wurden wieder freigelassen und die Kundgebung aufgelöst

Aufruf zur Solidarität

Die Jus­tiz ver­sucht die Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie zu schüt­zen -
Pro­zess gegen mut­maß­li­che Schlacht­fa­brik­blo­ckie­rer_in­nen in Strau­bing

Öf­fent­li­che Ver­hand­lung
am 24.​10.​2013 um 13.​30 Uhr
im Amts­ge­richt Strau­bing Saal 229/ II/ 2.​OG

Vier an­ge­klag­ten Tier­be­frei­ungs­ak­ti­vis­t_in­nen wird vor­ge­wor­fen, sich an der Blo­cka­de der Wie­sen­hof­schlacht­fa­brik in Bogen bei Strau­bing am 09.März 2013 be­tei­ligt zu haben, indem sie sich an meh­re­re Be­ton­fäßer ket­te­ten.
Die Vor­wür­fe gegen die Ak­ti­vis­t_in­nen lau­ten jetzt – sie­ben Mo­na­te spä­ter – u.a. „Nö­ti­gung“ und „Haus­frie­dens­bruch“.
(mehr…)

20 Jahre TIERBEFREIUNG

Eine neue Ausgabe der TIERBEFREIUNG – das aktuelle Tierrechtsmagazin – ist erschienen.

Neben vielen anderen spannenden Themen wie z.B. über den erfolgreichen Start der LPT-Kampagne
oder Aktuelles zur Air-France-Kampagne gibt es auch Berichte über das Aktionscamp gegen Tierfabriken bei Nienburg (ab Seite 28)

Mehr dazu unter tierbefreier.de

Homedemo in Wietzen-Holte

Folgender Artikel wurde heute auf der Internetplattform linksunten.indymedia.org veröffentlicht:

Tierbefreiungsaktivist_innen besuchen Geschäftsführer der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Wietzen-Holte.

„Wahlparty bei Gerhard Bodenburg“
Während etliche Menschen in Deutschland vor dem Fernseher saßen und auf das Ergebnis der Abgabe ihrer Selbstbestimmung – auch bekannt als Bundestagswahl – warteten, haben wir uns dazu entschieden, auf direktem Wege unsere Wut über die Ausbeutung und Tötung von Tieren kundzutun: bei einem der Verantwortlichen für die Abläufe in der Schlachtfabrik, sowie für den geplanten Ausbau dieser, dem Geschäftsführer Gerhard Bodenburg. (mehr…)

Das große Sterben in der Bioputenmast


Quelle: ariwa.org

Siegen, 03.09.2013: Animal Rights Watch veröffentlicht aktuelle Bilder aus deutschen Bioputenzuchtbetrieben, die unzählige kranke, verletzte, sterbende und tote Tiere zeigen. ARD FAKT und Spiegel Online berichten heute exklusiv darüber. Massive Tierquälerei unter dem Deckmantel einer angeblich „artgerechten“ Biohaltung, mit der sich renommierte Firmen ein faires und grünes Etikett verschaffen. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie untermauert: Bioputen haben einen sogar schlechteren Gesundheitszustand als konventionelle Puten. (mehr…)

Aktivist_innen erhalten halbjähriges Aufenthaltsverbot für Wietze

Pressemitteilung der Kampagne gegen die Schlachtfabriken in Wietze und Wietzen.

- Versammlungsrecht und Bewegungsfreiheit werden eingeschränkt, Teilnahme an Großdemonstration verwehrt -

Am 24. August, eine Woche vor der Großdemonstration gegen die Mega-Schlachtfabrik in Wietze an der sich ca. 7.000 Menschen beteiligten, wurde an mindestens vier Aktivist_innen ein halbjähriges Aufenthaltsverbot für ein großflächiges Gebiet rund um die Schlachtfabrik verschickt. Das Verbot wurde von der Gemeinde Wietze verhängt und betrifft Aktivist_innen aus der Tierbefreiungsbewegung, die sich in der Vergangenheit an öffentlichen Aktionen gegen die Schlachtfabrik beteiligten. Bis Februar 2014 dürfen sie nun das Gebiet nicht mehr betreten. Wenn sie sich nicht daran halten müssen sie eine Geldbuße von 400€ zahlen. Rechtsanwältin Britta Eder beantragte die Aufhebung des Verbots für die Großdemonstration am Samstag, der Antrag wurde von der Gemeinde abgelehnt. „Die Begründung dieser Ablehnung lässt befürchten, dass das eigentliche Ziel der Aufenthaltsverbote das Verbot der Teilnahme an Versammlungen durch die Betroffenen ist. Derartige Eingriffe in die Versammlungsfreiheit auf Grundlage des allgemeinen Polizeirechts sind jedoch unzulässig.“ kommentiert Rechtsanwältin Britta Eder. (mehr…)

Mobi-Video für die Demo gegen die Norla

Tierbefreiungen der ALF in USA, England, Uruguay, Frankreich und Kanada

Quelle: linksunten.indymedia.org

„Du weißt was zu tun ist – tue es einfach. A.L.F.“
Aktivist*innen der Animal Liberation Front (ALF) haben im vergangenen Monat zahlreiche Tierbefreiungsaktionen durchgeführt. Tausende nichtmenschliche Tiere können seither deshalb in Freiheit leben. Befreit wurden Nerze, Füchse, Luchse, Fische, Kühe, Fasane, Wachteln, Meerschweinchen, Hasen, Hühner und andere Vögel. Die Aktionen fanden überwiegend in den USA und England statt. Weiter gab es aber auch Befreiungsaktionen in Uruguay, Frankreich und Kanada. (mehr…)

ALF-Hackerangriff auf Website einer Rinderauktion in Mexiko

Quelle: linksunten.indymedia.org

Aktivist*innen der Animal Liberation Front (ALF/FLA) haben am 18.08.2013 in Mexiko die Internetseite einer Onlinerinderauktion gehackt. Die ALF-Aktivist*innen nutzten die Sicherheitslücken des Konzerns und löschten alle relevanten Daten von der Hauptseite. Der Handel wurde so zum völligen Erliegen gebracht. Anstelle des gewohnten Internetauftritts war auf der Seite:www.unionganadera.com über Stunden eine schwarz vermummte ALF-Aktivist*in zu sehen. (mehr…)

Anti-Milch-Kampagne: Ein Aktivist im Interview

Quelle: Tierrechtsbewegung.info

Vor einigen Monaten startete eine neue Anti-Milch-Kampagne, die gemeinsam von die tierbefreier e.V., ARIWA und Nandu organisiert wird. Gerade gab es einen Relaunch der Webseite und im September steht die nächste Aktionswoche bevor. Dies haben wir zum Anlass genommen, um mit einem Mitglied des Kampagnenteams ein Interview über den politischen Anspruch und bisherigen Verlauf der Kampagne, gesundheitliche Argumente gegen Milchkonsum u.ä. zu führen. Andre war so nett, uns unsere Fragen zu beantworten. (mehr…)

ALF-Offensive gegen Fleisch- und Milchindustrie in USA

Verfasst am: 28.08.2013 Quelle linksunten.indymedia.org

„Wir sind aktiv um ihnen zu zeigen, dass ihre speziesistische Gewalt immer auf Widerstand stossen wird.“

Nachdem die Tierausbeutungsindustrie, insbesondere die Fleisch- und Milchindustrie, in diesem Sommer bereits in Costa Mesa, Montana, Idaho, San Diego, Oakland, Iowa und Portland angegriffen wurde, haben sich Tierbefreiungsaktivist*innen in San Francisco durch diese Offensive inspirieren lassen. Die ALF-Aktivist*innen haben die Schlösser einer neuen Fleischverabeitungsanalge verklebt, die Reifen aller dort abgestellten Fahrzeuge zerstochen und die Fenster einer weiteren Metzgerei in San Francisco verätzt.

Im August gab es teils täglich Aktionen gegen die Fleisch- und Milchinsdutrie in den USA. Angegriffen wurden Metzgereien, Schlachthöfe und Restaurants. Dabei wurden die Schlösser verklebt, Scheiben eingeschlagen, Autoreifen zerstochen und Botschaften gegen Tierausbeutung hinterlassen. Viele der Aktionen fanden explizit auch in Solidarität mit anarchistischen Gefangenen und deren Widerstand gegen Staat und Gerichte statt. (mehr…)

Ominöses Schreiben von Wiesenhof

Gestern erhielten wir ein Mail in der uns mitgeteilt wurde das folgendes Schreiben an Haushalte in Wietzen, Holte, Bücken und auch in Nienburg verschickt wurde:

[Lkr. Nienburg/Weser] Hunderte Plakate gegen Wiesenhof, Tierausbeutung und Umweltzerstörung

Folgender Beitrag erschien Gestern auf linksunten.indymedia.org:

„In der Nacht auf den 20. August 2013 führten einige Tierbefreiungs- und Umweltaktivist_innen in Nienburg und Umgebung eine großflächige Plakatieraktion durch. Es wurden mehrere hundert Plakate mit Abbildungen aus Wiesenhofs Mastanlagen und tierhaltungskritischen Schriften in den verschiedenen Ortschaften verklebt. Gut sichtbar für die Anwohner_innen von gut zwanzig Orten wie Nienburg, Wietzen und Hoya lassen sich nun die unerträglichen Bedingungen in der Tierhal­tung nicht mehr so leicht übersehen. An belebten Orten des Alltags wird nun zum Nachdenken angeregt; über die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse bei Wiesenhof und anderen Akteuren der Fleischindustrie, über die massive Umweltzerstörung infolge der Tierhaltung und über die alltäg­liche, systematische Gewalt an Hühnern.

Ein aktuelles Foto, dass Mitte August dieses Jahres ent­stand, wurde auf mehreren Plakaten verbreitet. Es zeigt eine Mülltonne vor einer Wiesenhof-Mastanlage bei Hülsen, die – gefüllt mit toten Hühnern –, beispielgebend dafür ist, wie viele Hühner schon während der kurzen Mastzeit sterben.

Mit dieser Aktion soll nochmals auf die Schlachtfabrik in Wietzen-Holte und deren geplanten Ausbau aufmerksam gemacht werden. Es soll allen so oft wie möglich vor Augen geführt werden, was dort und in den Brütereien wie Mastanlagen passiert. Damit erkannt wird, dass die einzige Lösung nur sein kann, die Schlachtfabrik in Holte nicht auszubauen, sondern sie stattdessen – mit allen anderen tierausbeutenden Betrieben – schlussendlich abzureißen. Jede_r soll dazu ermutigt werden, sich mit kreativen und individuellen Aktionen am Widerstand gegen die Holter Schlachtanlage zu beteiligen.“