linksunten.indymedia.org am 26.01.2014

tierrechtsbewegung.info am 26.01.2014

NDR vom 26.01.2014
online
hallo Niedersachsen

taz vom 26.01.2014


Radiobeitrag vom 27.01.2014


celleheute am 27.01.2014

topagrar am 27.01.2014

taz vom 28.01.2014
http://taz.de/Aktivist-Karl-Caspar-Linde-ueber-die-Mittel-des-Protests/!131916/

Pressemitteilung:

Spitzel in Tierbefreiungsbewegung enttarnt
Ralf Gross¹ ist ein V-Mann, arbeitete für das niedersächsische LKA und hat eineinhalb Jahre lang
Teile der Widerstandsbewegung gegen die Hühnerschlachtfabriken im niedersächsischen Wietze
und Wietzen ausgespäht. Außerdem war er an Kampagnen gegen Tierversuche, Widerstand gegen
Kohleabbau und Antifa-Strukturen interessiert. Zwei aufgeflogene Blockaden, Einblicke in den
eMailverkehr von Ralf Gross und eine Menge offensichtlicher Lügen lassen jeden Zweifel weichen.
Im Frühjahr 2012 tauchte Gross erstmals bei einem Vortrag über „Europas größte
Hühnerschlachtfabrik in Wietze bei Celle“ auf. Dort wandte er sich an den Vortragenden, einen
Aktivisten der „Wietze/n-Kampagne“, einer Kampagne gegen die beiden Megaschlachthöfe (in
Wietze und Wietzen). Er wolle gerne den Protest unterstützen und suche Anschluss. So kam es, dass
Ralf Gross immer häufiger bei Aktionen, Veranstaltungen und Gerichts-Prozessen gegen in der
Kampagne Aktive auftauchte. Außerdem fuhr er mit zu einer Waldbesetzung gegen den
Braunkohletagebau im Hambacher Forst und besuchte andere Kampagnen aus der
Tierbefreiungsbewegung. „Ralf fuhr immer mit seinem Auto, holte Aktivist_innen in Braunschweig
ab und fuhr sie überall hin“, erzählt eine der Aktivistinnen. Verdächtig wurde Ralf Gross den
AktivistInnen spätestens, als eine zweite geplante Blockade einer Mega-Schlachtfabrik aufflog und
die AktivistInnen von einem Großaufgebot der Polizei empfangen wurden.
Ralf Gross fungierte auch als Agent Provocateur. Die AktivistInnen berichten, dass er sie
beispielsweise dafür begeistern wollte, eine Mastanlage unter Wasser zu setzen. Auch machte er
einen Aktivisten auf die Schwachstellen eines LKW aufmerksam, an denen dieser sabotiert werden
könnte.
„Dass ein Spitzel in unsere Zusammenhänge geschleust wurde, zeigt für mich ganz deutlich, welche
Rolle die Fleischindustie für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen spielt und wie sehr direkte
Aktionen wie Blockaden den Betrieb stören. Da werden alle Mittel angewandt um Aktivist_innen
ans Messer zu liefern. Das geht sogar so weit, dass der Staat selber zu Militanz aufruft!“,
kommentiert der Tierbefreiungsaktivist Karl Linde das Vorgehen. “Hier sei nicht die mögliche
Sachbeschädigung per se das Problem, sondern der Versuch, Menschen ins Gefängnis zu bringen
und so zu brechen”, ergänzt Hannah Engelmann, ebenfalls gegen Tierfabriken aktiv.
Nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, stellte eine kleine Gruppe Nachforschungen an. Die
Gruppe erhielt Zugang zu Gross’ eMail-Konto und seinem Facebookprofil. In seinem eMail-
Account fanden sich Weiterleitungen von eMails, in denen Gross Informationen über AktivistInnen
und Namen weitergab. Als er dann mit dem Vorfurf konfrontiert wurde, stritt er alles ab, verstrickte
sich in weitere Widersprüche und zeigte den AktivistInnen weitere eMails – lies diese soger
abfotografieren. Nach aktuellen Recherchen des NDR war Gross vom LKA Niedersachsen
eingesetzt.

Weitere Infos unter: http://de.indymedia.org/2014/01/351915.shtml