Zur Großdemo im Januar wird zum 2. Mobilisierungs- und Helfertreffen am
Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19 Uhr Markthalle IX 10997 Berlin eingeladen.
Weitere Infos, Mobilisierungsmaterial und sonstige Unterstützung: www.wir-haben-es-satt.de

Worum geht's?
In Wietze bei Celle (NDS) soll Europas größte Geflügel-Schlachtfabrik errichtet werden. In dieser sollen täglich eine halbe Million „Hähnchen“ geschlachtet werden. Zur Belieferung müssen in der Region ca. 420 Hähnchen-Mastfabriken mit jeweils 40.000 Hähnchen errichtet werden.
Veröffentlicht auf der Webseite des Bundesverbands der Tierversuchsgegner, Menschen für Tierrechte e.V., auf www.tierrechte.de.
Dr. Hermann Focke ist Experte auf dem Gebiet der Geflügelmast. Der ehemalige Veterinäramtsleiter und Autor mehrerer Bücher, darunter „Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt“ ist einer der kompetentesten Kritiker agrarindustrieller Tierfabriken und erhielt 1994 den „Tierschutz-Forschungspreis“ der Freien Universität Berlin , 1995 den „Zivilcourage-Preis“ der Solbach-Freise-Stiftung und im Oktober 2011 den Tierschutzpreis 2011 der Hans-Rönn-Stiftung Menschen für Tiere. (mehr…)
Etwa 20 Leute fanden sich am Montag, den 21.11. gegen Mittag vor der Braunschweiger Polizeiwache in der Friedrich-Voigtländer-Straße ein, um ihre Solidarität mit der Wietze-Gegnerin und Umwelt-Aktivistin Sarah Emily zu bekunden. Die Polizei hatte sie vorgeladen, um sie mit einer erkennungsdienstlichen (ED-) Behandlung von ihrer politischen Arbeit gegen die größte Schlachtfabrik Europas in Wietze (bei Celle) abzuschrecken.
Anlass dafür waren die Besetzungen von Mastanlagenbauplätzen, an denen sich Sarah Emily diesen Sommer beteiligt haben soll. Neben einer Besetzung in Munzel kam es im Juni zu der Blockade einer Mastanlagenbaustelle in Teplingen, die durch die brutale Räumung der Mäster_innen selbst, welche mit Knüppeln, Reizgas und Treckern gegen die Besetzer_innen vorgingen, viel Medienaufmerksamkeit bekam (siehe www.stopteplingen.blogsport.de).
Hier gehts zum vollständigen Artikel (mehr…)
Für den 21. November hat eine Tierbefreiungs- und Umweltsaktivistin aus dem Widerstand gegen die Schlachtfabrik in Wietze eine Ladung zur erkennungsdienstlichen (ED-) Behandlung in die Polizeistation Braunschweig bekommen. Die Vorladung wurde von der Polizei Lüchow-Dannenberg in Auftrag gegeben. Anlass sind die Ermittlungsverfahren wegen „Behinderung eines Gefangenentransports“ und „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ bei der Besetzung einer Mastanlage in Teplingen (siehe www.stopteplingen.blogsport.de) diesen Juni. Begründet wird die Abnahme von Fingerabdrücken und Fotos aber damit, dass sie in der Vergangenheit oft politisch aufgefallen ist (auch mit dem laufenden Verfahren wegen einer anderen Wietze-Mastanlagen-Besetzung in Groß Munzel (siehe stopmunzelmast.blogsport.de) wird argumentiert) sowie, dass die ED-Behandlung präventiv wirken soll.
Die ED Behandlung beginnt um 13.00 in der Polizeiwache in der Friedrich-Voigtländer-Straße.
Davor wird es ab 12 Uhr eine Kundgebung vor der Wache geben. Pennplätze
gibt es genug in Braunschweig (Mail hierfür an braunschweig@riseup.net).
Wär schön viele von euch (Nicht-Bullen!) zu sehen!
UPDATE: Mobi-Artikel auf linksunten.indymnedia.org
Artikel über den Schlachthof sind sowohl in der neuen Ausgabe des Magazins „Tierbefreiung“ unter dem Titel „Neues von der Fleisch-Front“ , S. 20-2″ als auch im „Tierschutzkalender 2012 – Aktiv für Tierrechte!“ unter der Überschrift „Mega-Schlachtfabrik in Wietze“ (S. 33-38) zu finden.
Und noch ein Fernsehbericht aus den letzten Tagen zum Thema Wietze:
Bereits letzten Sonntag berichtete Spiegel TV über den Widerstand gegen Rothkötter. In erster Linie geht es dabei neben dem Schlachthof an sich um die Brandanschläge der ALF gegen die Wietze-Mastanlagen in Mehrum, Üfingen-Alvesse und Sprötze. Kurz wird auch die Teplingen-Besetzung erwähnt, wobei es auffallend ist, wie sehr die Behörden mittlerweile bemüht sind, den Widerstand gegen Tierfabriken mit dem für die Bevölkerung abschreckenden Begriff des „Linksextremismus“ bzw. der wahlweise „autonomen“ oder „gewaltbereiten“ Szene in Verbindung zu bringen. Wächst hier etwa die Angst der Mächtigen vor einer weiteren immer stärker werdenden Protestbewegung, sodass mit allen Mitteln versucht werden muss, sie künstlich an den „Rand der Gesellschaft“ zu verbannen?
HIER gehts zum erwähnten Ausschnitt der Sendung vom 16.10.11
Gestern gab es in der ersten Ausgabe von „Planet E“ im ZDF einen äußerst interessanten Film über den Antibiotikaeinsatz in der industriellen Tierhaltung bzw. antibiotikarestisten Erregern wie MRSA. Ein großer Fokus lag auch auf den wachsenden Protesten der Bevölkerung gegen Mastanlagen und Schlachthöfe.
Erwähnung fanden dabei neben einem Beispiel aus Bellnhausen / Nordhessen (wo eine äußerst aktive Bürger_inneninitiative gegen eine geplante 40.000er Hühnermastanlage kämpft), auch der Widerstand gegen den Schlachthof in Wietze von der BI bis zu den Brandanschlägen der ALF.
HIER gibts die Sendung zum Anschauen.
Und HIER mehr zum Thema Tierhaltung / Antibiotika/ MRSA.
In der Nacht zum 8. Oktober ist erneut ein noch im Bau befindliches Stallgebäude angezündet worden, dieses Mal in Hohenhameln-Mehrum im Landkreis Peine (Niedersachsen). Erst in der Nacht zum 16. Juli war bei Vechelde, ebenfalls im im Landkreis Peine und nur 30 Kilomenter von Mehrum entfernt, eine andere kurz vor der Inbetriebnahme stehende Geflügelmastanlage fast vollständig niedergebrannt worden (vgl. Brand in Hähnchenmastanlage; zum BekennerInnenschreiben). Diese geplante Mastanlage sollte ein Zulieferbetrieb für den Schlachthof Wietze werden. In Wietze bei Celle soll Europas größte Geflügel-Schlachtfabrik errichtet und täglich eine halbe Million „Hähnchen“ geschlachtet werden. Die Schlachtfabrik kann nur dann vollkommen in Betrieb genommen werden, wenn es genügend Zulieferbetriebe gibt. Zur Belieferung müssen in der Region ca. 420 Mastfabriken mit jeweils ca. 40.000 Tieren errichtet werden.

Bisher konnten nur einige wenige der geplanten Mastanlagen realisiert werden, auch aufgrund von massiven Protesten. Auch in Sprötze ist ein Maststall vor seiner Inbetriebnahme im Juli 2010 abgebrannt worden (vgl. Solidaritätskampagne für die Beschuldigten des Mastanlagenbrands in Sprötze). Im Sommer 2010 wurde das Baugelände in Wietze während knapp drei Monaten besetzt gehalten (vgl. Erklärung des Tierbefreiungskongresses 2010). Am 27. Juni dieses Jahres wurde ein von TierbefreiungsaktivistInnen besetzt gehaltenes Gelände in Teplingen (Wendland), auf dem ebenfalls ein Zulieferbetrieb für Wietze errichtet werden soll, von den Eigentümern der entstehenden Mastanlage auf brutale Art angegriffen (vgl. Besetzte Mastanlagen-Baustelle brutal angegriffen).
Am 28. September berichtete die Peiner Allgemeine Zeitung, dass die Ermittlungen zum Brand bei Vechelde auf der Stelle treten. Inzwischen unterstützte Interpol die Ermittlungen der örtlichen Polizei. Auf Anfrage der FDP legte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) im September Zahlen vor, die einen deutlichen Anstieg solcher Taten in den vergangenen Jahren belegen. Niedersachsens Landesregierung sieht zudem „enge Verbindungen zum Linksextremismus“. Wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) berichtete, teilen die Ermittler „die Szene in drei Gruppen ein: Tierschützern gehe es um artgerechtes Leben ohne unnötiges Leiden, Tierrechtler und Tierbefreier räumten den Tieren dagegen unveräußerliche Rechte und Anerkennung als gleichberechtigte Wesen ein. Dabei gebe es vor allem bei den Tierrechtlern Bezüge zur linksextremistischen Szene. Durch diese Überschneidungen werden diese auch für den Verfassungsschutz interessant. Nach Einschätzung der Behörde bewegt sich die Zahl solcher Aktivisten ‚im unteren zweistelligen Bereich‘.“
Heute nun wurde auf linksunten.indymedia ein BekennerInnenschreiben zum Brand in Mehrum veröffentlicht. Es lautet:
„wir sind wütend! tiere werden ausgebeutet, eingesperrt, gequält und ermordet. deshalb haben wir in der nacht auf den 8. oktober feuer an dem im bau befindlichen hühnermaststall bei mehrum gelegt. dass massentierhaltung mit tierquälerei verbunden ist, wissen die meisten menschen. uns ist wichtig, dass die verwerflichkeit von nutztierhaltung an sich erkannt und gegen diese direkt vorgegangen wird. wir müssen uns aus der ohnmacht befreien, die uns durch legalitätsdenken auferlegt wird. aktiver widerstand ist wichtig, möglich und nötig. allen landwirt_innen raten wir: finger weg von mastanlagen! sie brennen leicht ab… für die befreiung aller tiere. alf (animal liberation front)“
Quelle: Antispeziesistische Aktion Tübingen (Artikel vom 10.10.11)
Hier gehts zum NDR-Bericht.
Über eine Emailliste kam diese Zeichnung, die ein Mensch gezeichnet hat, nachdem er von der Eröffnung des Schlachthofs erfahren hat:

Wir freuen uns über eure Bilder, Gedichte, Texte, Kunstwerke! Verarbeitet eure Gedanken zur Eröffnung des Megaschlachthofs in Wietze und wir veröffentlichen sie gerne!

